150 Kilometer Straße unter der Lupe
Mit leichter Verspätung geht es nun los: Am Montag, 13. Juli, beginnt in Fürstenfeldbruck eine umfassende digitale Bestandsaufnahme des Straßennetzes. Der Start hatte sich verschoben, weil zunächst das für die Befahrung erforderliche Straßenknotennetz aktualisiert und an den heutigen Bestand angepasst werden musste.
Eine vergleichbare digitale Erfassung hat es in der Stadt bislang nicht gegeben. Die letzte flächendeckende Zustandsbewertung liegt mehr als 13 Jahre zurück und erfolgte noch durch klassische Begehungen.
Nun wird dafür ein speziell ausgestattetes Fahrzeug eines Erfurter Unternehmens die rund 150 Kilometer Straßen abfahren. Laserscanner und hochauflösende Kameras erfassen die Fahrbahnoberflächen dabei millimetergenau. Dokumentiert werden zudem unter anderem Gehwege, Straßenabläufe, Beleuchtungsanlagen, Straßenbegleitgrün, Querungshilfen und Bushaltestellen.

So oder so ähnlich sehen die Messfahrzeuge aus, die im Juli im Stadtgebiet unterwegs sein werden.
KI als Support für Messdaten-Auswertung
Künstliche Intelligenz unterstützt anschließend die externe Erstauswertung der umfangreichen Messdaten. Ein System, das fortlaufend Schlaglöcher erkennt, daraus Maßnahmen ableitet und automatisch Arbeitsaufträge an den Baubetriebshof übermittelt, setzt die Stadt jedoch nicht ein.
Zudem werden die Ergebnisse der KI-gestützten Auswertung durch ein Ingenieurbüro stichprobenartig überprüft, insbesondere dort, wo ein hoher Sanierungsbedarf festgestellt wird. „Die KI kann unterstützen. Aber letztendlich ist es sehr wichtig, dass man noch einmal drüberschaut“, erklärt Michael Probst vom städtischen Sachgebiet Tiefbau.
Die erhobenen Daten werden dann in das Geoinformationssystem der Stadt integriert. Sie bilden eine objektive Grundlage für Sanierungskonzepte, die langfristige Erhaltungsplanung und den gezielten Einsatz öffentlicher Mittel. Die regelmäßigen Kontrollen durch den Baubetriebshof sowie Schadensmeldungen aus der Bevölkerung bleiben davon unberührt.
Wichtig: Personen und Kfz-Kennzeichen werden automatisiert unkenntlich gemacht. Die Bilddaten werden ausschließlich für kommunale Aufgaben genutzt und sind nur autorisierten Mitarbeitenden zugänglich.
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