Hier schreibt der Oberbürgermeister

Liebe Brucker Bürgerinnen und Bürger,

im Gegensatz zu meinen letzten Beiträgen im RathausReport kann ich vorsichtigen Optimismus verbreiten, was das Thema Corona und die damit verbundenen Einschränkungen betrifft. Die Inzidenzzahlen sind gesunken und haben sich bei uns so um die 20 eingependelt. Damit sind einige Lockerungen verbunden. Allerdings sind wir noch lange nicht dort, was wir anstreben und von der Zeit vor Corona gewohnt waren. Mit den steigenden Temperaturen können wir zumindest die Möglichkeiten der Außengastronomie genießen und da sich auch die Zahl der Geimpften erhöht, können wir uns auch wie-der mit Freunden und Bekannten in einem größeren Kreis treffen. Gleichwohl müssen wir uns weiter-hin der latenten Gefahr des Virus bewusst sein und mit Maß und Ziel die sich bietenden Lockerungen angehen und genießen. Trotz der sich abzeichnenden Verbesserungen bei Zusammenkünften und möglichen Feiern mussten wir auch dieses Jahr schweren Herzens das beliebte Altstadtfest absagen. Dieses ist ja mit viel Aufwand für die Vereine, Gastronomen und die Verwaltung verbunden, den alle gerne auf sich genommen hätten, wenn? Ja, wenn sichergestellt wäre, dass wir auch so feiern könnten, wie wir es vor Corona gewöhnt waren. Leider ist dies nicht möglich. Vielleicht lassen es die sinkenden Zahlen zu, dass zum Beispiel auf dem Niederbronner Platz kleinere Veranstaltungen durchgeführt werden können. Daran arbeitet der „Arbeitskreis Volksfest“, der sich auch mit diesem Thema befasst.

Was vor allem Kinder und Jugendliche und natürlich auch alle anderen Badefreunde seit Ende Mai wieder genießen können, sind die von der Wasserwacht eingesetzten und verankerten Badeinseln im Pucher Meer. Dazu mussten einige juristische Hürden genommen werden, was uns gelungen ist. Die juristische Seite ist die eine und die andere ist, dass in aller erster Linie die gegenseitige Rücksichtnahme bei der Nutzung der Inseln erforderlich ist, damit die juristische erst gar nicht in Anspruch genommen werden muss. Wir wünschen auf alle Fälle allen Badefreunden viel Spaß mit den Inseln und ich bedanke mich an dieser Stelle auch ganz herzlich bei den Mitgliedern der Wasserwacht. Nicht nur für das Einsetzen der Plattformen, sondern vor allem für ihren freiwilligen Dienst, mit dem sie nicht nur für die Sicherheit sorgen, sondern sich auch um die vielen kleineren und größeren „Wehwehchen“ der vielen Badegäste kümmern.

Im letzten RathausReport habe ich Sie auf das „Experiment“ der ersten digitalen Bürgerversammlung hingewiesen. Es ist nicht so, dass man dies mit bis zu 45 gleichzeitig online anwesenden Teilnehmern als gescheitert sehen müsste, es aber ganz ehrlich so war, wie es auch Herr Salger in der SZ beschrieben hatte, dass es „eher eine Pflichtaufgabe, denn Herzensanliegen“ war. Es funktionierte und war Neuland, wie so vieles in der Corona-Zeit. Daran gewöhnen müssen und wollen wir uns aber nicht. Ich freue mich auf alle Fälle auf die nächsten Bürgerversammlungen, die dann hoffentlich wieder als Präsenzveranstaltungen, wie es so schön heißt, stattfinden können.

Über die vielen Themen, die in den verschiedenen Ausschüssen und im Stadtrat behandelt wurden, berichten nicht nur unsere Öffentlichkeitsarbeit hier im RathausReport, sondern auch die einzelnen Fraktionen. Dazu gehört vielleicht auch das Thema „Eishalle“, zu dem ich mich trotzdem kurz äußern möchte, da dies aufgrund eines Antrages von vier Stadtratsmitgliedern auch in der Presse wieder ein Thema war.

Dem Ansinnen des Antrages kann man durchaus Rechnung tragen. Was allerdings verwundert ist, dass diesen Antrag auch zwei Mitglieder des Aufsichtsrates der Stadtwerke unterschrieben haben, obwohl dem Aufsichtsrat lang und breit nicht nur verschiedene Varianten eines neuen Hallenbades vorgestellt wurden, sondern auch die Kosten und die wirtschaftlichen Auswirkungen beziehungsweise bis zu welcher Summe es wirtschaftlich für die Stadtwerke noch vertretbar wäre. Der Aufsichtsrat hat dazu einen einstimmigen Beschluss gefasst, der dem Stadtrat im April vorgestellt wurde.

Dazu kommt, dass es auch einen Stadtratsbeschluss über eine Standortuntersuchung für die Eishalle gibt und zu diesem Standort verschiedene Gutachten mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellt werden. Die Überlegungen einer gemeinsamen Eishalle mit einem Hallenbad und einer Gastronomie sind ja nicht neu, so dass die von den Stadtwerken vorgestellten Pläne nicht als Argument für eine „neue“ Variante herangezogen werden können.
Natürlich stehen alle Mitglieder des Stadtrates zu dem gefassten Beschluss der Errichtung einer Eishalle unter Berücksichtigung der Finanzierung und der Übernahme der Folgekosten. Darüber wurden und werden Gutachten erstellt, die bei der „neuen“ vorgeschlagenen Lösung in der Schublade verschwinden könnten.

Die Stadtwerke können das gesamte Projekt nicht stemmen und angesichts der Haushaltslage der Stadt ist es auch eher unwahrscheinlich, dass diese die Kosten für die Eishalle übernimmt.

Aus dem Antrag kann gerne aufgenommen werden, dass die Verwaltung und die Eislaufvereine ein Finanzierungskonzept aufstellen, zu dem auch alle Mitglieder des Stadtrates und Freunde des Eislaufs eingeladen sind.

Dazu ist allerdings anzumerken, dass die seitens der Stadtwerke auf den Weg gebrachten Planungen nicht verzögert oder das Projekt Hallenbadneubau gefährdet wird.

An den Wunsch auf eine gute Zeit und dass Sie gesund bleiben knüpfe ich die Bitte, an die sich ab-zeichnenden weiteren Verbesserungen behutsam heranzugehen, damit das zarte Pflänzlein

Ihr Oberbürgermeister

Erich Raff

 




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Brief des Oberbürgermeisters vom Juni 2021
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Brief des Oberbürgermeisters vom Mai 2021
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Brief des Oberbürgermeisters vom April 2021
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Brief des Oberbürgermeisters vom März 2021
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Brief des Oberbürgermeisters vom Februar 2021
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Brief des Oberbürgermeisters vom Januar 2021
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Brief des Oberbürgermeisters vom Dezember 2020
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Brief des Oberbürgermeisters vom November 2020
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Brief des Oberbürgermeisters vom Oktober 2020
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Brief des Oberbürgermeisters vom September 2020
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Brief des Oberbürgermeisters vom August 2020
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Brief des 2. Bürgermeisters vom Juli 2020
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