Hier schreibt der Oberbürgermeister

Liebe Brucker Bürgerinnen und Bürger,

es war zwar keine historische Entscheidung, aber doch eine, die ich herausheben möchte: Der Haushalt für das Jahr 2021 wurde einstimmig beschlossen, was in den sechs Jahren davor nie der Fall war. Zugegeben waren es in den Jahren 2015 (39:2), 2017 (35:2) oder 2020 (38:1) auch sehr eindeutige Ergebnisse, aber es gab auch Abstimmungen wie 2016 (21:15) und 2019 (26:12), in denen dem Haushalt ein deutliches „Misstrauen“ entgegengebracht wurde.

Trotz der einvernehmlichen Zustimmung wird es dadurch nicht einfacher, die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Es darf auch nicht vergessen werden, dass einige Projekte sogar verschoben werden mussten, weil diese in den kommenden Jahren nach den derzeitigen Finanzprognosen nicht darstellbar sind. So bleibt eine der Hauptaufgaben, die finanzielle Situation der Stadt zu verbessern. Neben den erfolgten Sparmaßnahmen heißt es, sich Gedanken darüber zu machen, wie die Einnahmenseite verbessert werden kann. Dies gelingt zu einem Teil nur über die Steuern, die wir aber so gut wie nicht beeinflussen können, wenn ich dabei nur an die Gewerbesteuer denke. Es wurde in einigen Haushaltsreden angesprochen, dass dies bei aller Notwendigkeit der Schaffung von Wohnraum nur über die Ansiedlung von Unternehmen erfolgen kann. Die Flächen, die dafür der Stadt zur Verfügung stehen, sind sehr begrenzt, so dass die Stadt auf die Mithilfe von privaten Grundstückseigentümern angewiesen ist. Einen kleinen Erfolg können wir dabei bei dem von der INDUSTHA entwickelten Gewerbegebiet „Kugelfang West“ verbuchen. Nach jetzigem Stand werden hier neun Firmen dieses Jahr ihren Betrieb aufnehmen. Eine weitere Entwicklung wird es mit dem Gebiet „Kugelfang Nord“ geben, wobei hier erst die planungsrechtlichen Vorgaben geschaffen werden müssen. Auch in anderen Bereichen außerhalb des Fliegerhorstes werden mit Grundstückseigentümern Gespräche geführt, die sich bisher positiv gestalten. Zu der Entwicklung von Gewerbeflächen und der Ansiedlung von Unternehmen gehört auch, dass die Stadt trotz der angespannten Haushaltslage investiert. Das für 2021 angesetzte Finanzvolumen von rund 32 Millionen Euro kommt damit auch der heimischen Wirtschaft zugute.

Die Unternehmen in Fürstenfeldbruck leisten durch die Gewerbesteuer und als Arbeitgeber einen wesentlichen Beitrag zu unserer städtischen Finanz- und Wirtschaftskraft. Der direkte Austausch mit ihnen, zum Beispiel beim Wirtschaftsempfang, ist mir gerade auch in diesen Zeiten ein wichtiges Anliegen. Eigentlich wäre die Veranstaltung jetzt im März geplant gewesen, bedingt durch die aktuelle Situation haben wir sie nun aber auf Juli verschoben. Dann wird der Wirtschaftsempfang auf jeden Fall stattfinden, ob persönlich, virtuell oder als Mischung aus beidem.

Bleibt zu hoffen, dass sich Bund und Länder trotz zwischenzeitlich wieder gestiegener Coronazahlen für eine „gemäßigte“ Öffnung entscheiden und somit den mittelständischen Unternehmen in den Städten eine Perspektive geben. Es ist wahrlich keine einfache Entscheidung, aber es geht um die Existenz der vielen Unternehmen und Einzelhändler und letztlich auch darum, dass wir nach Corona vor Ort einkaufen können und die Stadt nicht leer bleibt, weil es dann keine Geschäfte mehr gibt. Die aktuelle „Verbesserung“ ist nur bedingt gelungen, weil das Szenario der schrittweisen Öffnung, je nach Inzidenzzahl, nicht ganz so einfach und mit vielen Risiken verbunden ist.

Deshalb zum Abschluss mein Appell an Sie alle, liebe Bürgerinnen und Bürger, das Virus mit den Mutationen weiterhin sehr ernst zu nehmen und sich an die Hygieneregeln zu halten, so dass wir im Landkreis eine Inzidenzzahl erreichen, die weitere Lockerungen ermöglicht und wir hoffentlich sehr bald auch zumindest die Außengastronomie genießen können.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Zeit und bleiben Sie gesund.

Ihr Oberbürgermeister

Erich Raff

 




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