Hier schreibt der Oberbürgermeister
Liebe Bruckerinnen, liebe Brucker,
der Oktober geht in die zweite Hälfte, und endlich ist ein Ende der Mega-Baustelle in der Innenstadt in Sicht. Seit mehr als zwei Monaten müssen Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibende aber auch die Verwaltungsmitarbeitenden mit massiven Einschränkungen zwischen Dachauer Straße und Amperbrücke leben.
So ärgerlich die Situation ist, so wichtig ist der Grund der Baumaßnahme: Die Stadtwerke Fürstenfeldbruck erneuern die Trinkwasserleitungen, und gleichzeitig werden in einem kurzen Teilstück neue Gasleitungen verlegt. Diese Einrichtungen der Versorgungsinfrastruktur müssen zum Glück nur in sehr großen Intervallen erneuert werden, so dass wir für die nächsten Jahrzehnte wieder Ruhe in diesem Bereich haben.
Apropos Baumaßnahmen: Den Erweiterungsbau der Grundschule an der Philipp-Weiß-Straße konnten wir in Rekordzeit fertigstellen und pünktlich zu Schuljahresbeginn eröffnen. Schulleitung, Lehrkräfte und Kinder sind begeistert über die hellen, freundlichen Räume und den wunderbaren Spielbereich auf dem Dach des Gebäudes. Hier ist viel mehr entstanden als nur ein paar weitere Klassenzimmer: nämlich Raum zum Lernen, zum Spielen, zum Leben.
Stück für Stück sanieren und modernisieren wir die Schulgebäude, für die wir als Kreisstadt zuständig sind. Und hierbei machen wir nicht nur das Nötigste, sondern deutlich mehr. Ausreichend Platz, gesunde Baustoffe, gute technische Ausstattung und eine ansprechende Gestaltung haben zwar ihren Preis. Ich finde aber, diese Investition in die Ausbildung unserer Kinder und damit in unsere Zukunft gehört zu den wichtigsten Aufgaben einer Stadt.
Ein weiteres Bau-Thema beschäftigt uns seit Jahren: die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Zwar wird der Großteil an Wohnungen durch die Privatwirtschaft errichtet. Dennoch versuchen auch wir, nach unseren finanziellen Möglichkeiten einen Beitrag zu leisten. Jüngstes Beispiel ist das Wohn- und Verwaltungsgebäude neben dem Waldfriedhof. Hier konnten nun alle zwölf Wohnungen von Mieterinnen und Mietern aus dem unteren Einkommenssektor bezogen werden. Herzlich willkommen in der neuen Hausgemeinschaft!
Im Bereich des Volksfestplatzes werden wir in den kommenden Jahren weiteren Wohnraum schaffen. Ein Bauvorhaben am nördlichen Ende der Julie-Mayr-Straße wird durch eine ortsansässige Baugenossenschaft errichtet, am südlichen Ende wird die Stadt bauen. In beiden Fällen wird es sich um Wohnungen mit vergünstigten Mieten handeln. Und schließlich sind wir noch in Verhandlungen mit privaten Bauträgern und Baupartnern, die einen Mix aus frei finanzierten und geförderten Wohnungen im Stadtgebiet errichten möchten. So können wir Schritt für Schritt die Wohnraumsituation in Bruck verbessern.
Eines haben all diese Beispiele gemeinsam: Es wird rangeklotzt. Wir sollten also Baustellen nicht ausschließlich als etwas Lästiges ansehen, sondern auch als Zeichen für Weiterentwicklung – und dafür, dass wir als Stadtverwaltung die Verantwortung für die wichtigen Themen der Stadtgesellschaft wie Bildung, Wohnraum und Infrastruktur gerne übernehmen.
Ich wünsche Ihnen angenehme Herbsttage in unserer schönen Stadt an der Amper, die leider immer noch historisch wenig Wasser führt. Besuchen Sie doch unsere traditionsreiche Leonhardifahrt, die am 24. Oktober wieder durch die Innenstadt führen wird. Und zwar ganz ohne Baustelle – versprochen!
Mit den besten Grüßen,
Christian Götz,
Oberbürgermeister
Foto Bannerbild: Anne Kaiser
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