Beratung & Förderung
Coronavirus: Hilfen für Unternehmen

Informationsseite des Landratsamtes

Auf der Seite des Landratsamts finden Unternehmen Informationen der Bundesministerien, des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, der staatlichen Förderbanken und zahlreicher wirtschaftlicher Institutionen unter anderem zu finanziellen Unterstützungsangeboten, zur Stundung der Sozialversicherung, zur Verdienstausfallentschädigung sowie weiterführende Links und Hotline-Nummern beratender Stellen, die regelmäßig aktualisiert und ergänzt werden.

Nachstehend beispielhaft einige Beratungsangebote, Hilfsprogramme und Informationen:

Außerordentliche Wirtschaftshilfe – November

Am 28. Oktober 2020 haben Bund und Länder die temporäre Schließung einzelner Branchen beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.
Für die von den temporären Schließungen erfassten Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen gewährt der Bund eine außerordentliche Wirtschaftshilfe, um sie für finanzielle Ausfälle zu entschädigen.

Für die außerordentliche Wirtschaftshilfe gelten folgende Rahmenbedingungen:

Antragsberechtigung

Antragsberechtigt sind direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen und indirekt betroffene Unternehmen nach folgender Maßgabe:

Direkt betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der Grundlage des Beschlusses des Bundes und der Länder vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Hotels zählen als direkt betroffene Unternehmen.

Indirekt Betroffene Unternehmen: Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.

Verbundene Unternehmen – also Unternehmen mit mehreren Tochterunternehmen oder Betriebstätten – sind dann antragsberechtigt, wenn mehr als 80 Prozent des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt. Erstattet werden bis zu 75 Prozent des Umsatzes der betroffenen Verbundunternehmen. Dies betrifft etwa eine Holdinggesellschaft, die sowohl Restaurants (geschlossen) und Einzelhandelsunternehmen (weiter geöffnet) hält – hier wird die Nothilfe gezahlt, wenn die Restaurants zu mehr als 80 Prozent des Umsatzes der Holdinggesellschaft beitragen.

Förderung

Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt bis zu einer Obergrenze von 1 Mio. Euro, soweit der bestehende beihilferechtliche Spielraum des Unternehmens das zulässt (Kleinbeihilfenregelung der EU).

Zuschüsse über 1 Millionen Euro bedürfen für die Novemberhilfe noch der Notifizierung und Genehmigung der EU-Kommission. Die Bundesregierung ist derzeit in intensiven Gesprächen mit der Europäischen Kommission, um eine solche Genehmigung für höhere Zuschüsse zu erreichen.

Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum wöchentlichen Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Wochenumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der durchschnittliche Wochenumsatz im Oktober 2020 oder der durchschnittliche Wochenumsatz seit Gründung gewählt werden.

Anrechnung erhaltener Leistungen

Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden, werden angerechnet. Das gilt vor allem für Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld.

Anrechnung von erzielten Umsätzen im Monat November

Wenn im November trotz der grundsätzlichen Schließung Umsätze erzielt werden, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichs-Umsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüberhinausgehenden Umsätzen eine entsprechende Anrechnung.

Für Restaurants gilt eine Sonderregelung, wenn sie Speisen im Außerhausverkauf anbieten. Hier wird die Umsatzerstattung auf 75 Prozent der Umsätze im Vergleichszeitraum 2019 auf diejenigen Umsätze begrenzt, die dem vollen Mehrwertsteuersatz unterliegen, also die im Restaurant verzehrten Speisen. Damit werden die Umsätze des Außerhausverkaufs – für die der reduzierte Mehrwertsteuersatz gilt – herausgerechnet. Im Gegenzug werden diese Umsätze des Außerhausverkaufs während der Schließungen von der Umsatzanrechnung ausgenommen, um eine Ausweitung dieses Geschäfts zu begünstigen. Beispiel: Eine Pizzeria hatte im November 2019 8.000 Euro Umsatz durch Verzehr im Restaurant und 2.000 Euro durch Außerhausverkauf. Sie erhält daher 6.000 Euro Novemberhilfe (75 Prozent von 8.000 Euro), d. h. zunächst etwas weniger als andere Branchen (75 Prozent des Vergleichsumsatzes). Dafür kann die Pizzeria im November 2020 deutlich mehr als die allgemein zulässigen 2.500 Euro (25 Prozent von 10.000 Euro) an Umsatz mit Lieferdiensten erzielen, ohne dass eine Kürzung der Förderung erfolgt.

Antragstellung

Die Anträge können in den kommenden Wochen über die Webseite www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden.
Grundsätzlich erfolgt die elektronische Antragstellung über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder steuerberatende Rechtsanwälte).
Ausgenommen sind Solo-Selbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen. Sie können den Antrag selbst stellen – ohne prüfenden Dritten. Zwingend erforderlich für die Authentifizierung im Direktantrag ist ein ELSTER-Zertifikat. Sollten Sie noch kein Zertifikat besitzen, können Sie dieses über das ELSTER-Portal beantragen.

Weiterführende Informationen

Antworten auf häufige Fragen zur außerordentlichen Wirtschaftshilfe finden sich in den FAQ des Bundesministeriums der Finanzen.

Überbrückungshilfe II für kleine und mittelständische Unternehmen

– Verlängerung –

Die Überbrückungshilfe bietet finanzielle Unterstützung für kleine und mittelständische Unternehmen, Selbstständige sowie gemeinnützige Organisationen. Sie hilft, Umsatzrrückgänge während der Corona-Krise abzumildern. Die Förderung ist ein gemeinsames Angebot von Bund und Ländern.

Die ursprüngliche Hilfe wurde verlängert und umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für die Überbrückungshilfe II können seit dem 21. Oktober 2020 durch Steuerberatende, Wirtschaftsprüfende, vereidigte Buchprüfende sowie Rechtsanwältinnen und -anwälte gestellt werden. Die hierfür anfallenden Kosten werden im Rahmen der Überbrückungshilfe anteilig erstattet. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2020.

Es ist nicht möglich, rückwirkend einen Antrag für die Überbrückungshilfe I zu stellen. Änderungsanträge können bis einschließlich 30. November 2020 gestellt werden.

Detailinformationen zu den Antragsberechtigten, der Art und Höhe der Förderung und dem Antragsverfahren finden sich unter:
https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Home/home.html
https://www.stmwi.bayern.de/ueberbrueckungshilfe-corona/

Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Die Corona-Krise erschwert es vielen Ausbildungsbetrieben, weiterhin junge Menschen als Fachkräfte von morgen auszubilden. Daher können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die Ausbildungsprämie oder andere Förderungen aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beantragen.

Das Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die von der Corona-Krise betroffen sind.
Es hat folgende Ziele:

  • Ausbildungsplätze erhalten (Ausbildungsprämie)
  • zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen (Ausbildungsprämie plus)
  • Kurzarbeit für Auszubildende vermeiden (Zuschuss zur Ausbildungsvergütung)
  • Übernahme bei Insolvenzen fördern (Übernahmeprämie)

Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten und die jeweiligen Formulare finden Sie im Internet auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit.

Web-Seminare für Einzelhändler

Das Bayerische Wirtschaftsministerium unterstützt Einzelhändler und Werbegemeinschaften in der Corona-Krise mit einem kostenlosen Fortbildungsprogramm zum Thema Digital- und E-Commerce. Die Initiative „Bayern hilft seinen Händlern“ bietet kostenlose Webseminaren, Online-Coachings und ein Infoportal. Weitere Informationen sind unter www.soforthilfe-handel.bayern abrufbar.

Allgemeine Beratung für angehende und etablierte Unternehmerinnen und Unternehmer

Für alle, die den Schritt in die Selbständigkeit planen oder bereits ein Unternehmen führen und externen Rat einholen möchten, bietet die Wirtschaftsförderung der Stadt Fürstenfeldbruck in Kooperation mit dem Aktivsenioren Bayern e.V. einen speziellen Beratungsservice: Im persönlichen Gespräch beraten ehemalige Unternehmer und Führungskräfte jeden letzten Donnerstag im Monat ab 17 Uhr im Rathaus zu den Themen Unternehmensgründung, Unternehmensführung, Existenzerhaltung und Unternehmensnachfolge und gehen gezielt auf Fragen ihrer Gesprächspartner ein.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Flyer:
"Von der Gründung bis zur Unternehmensnachfolge"

Beratungstermine 2020

  • 26. November
  • 17. Dezember

Trotz der aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus sind unsere Berater des Aktivsenioren Bayern e.V. weiterhin für Sie da.
Die Beratungen finden bis auf Weiteres telefonisch statt. Die hierfür erforderlichen Modalitäten klären wir im Zuge der Terminvereinbarung.

Wir bitten um Anmeldung bei:

Aliki Bornheim, Telefon 08141 281-1010 oder
Daniela Bantele, Telefon 08141 281-1015

wirtschaftsfoerderung@fuerstenfeldbruck.de

Interessante Links

Die nachfolgenden Links bieten Informationshilfen zur Unternehmensgründung und zu Fördermöglichkeiten von EU, Bund und Ländern - auch für bereits erfolgreich am Markt agierende Unternehmen:

Informationen zur Unternehmensgründung

Existenzgründungsportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

„Gründerland Bayern“ – Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

„Erfolgreich Durchstarten“ – Informationsplattform der IHK für München und Oberbayern

Broschüre „Erfolgreich Gründen – das Basiswerk“ der IHK für München und Oberbayern

Informationen zu Fördermöglichkeiten

Förderdatenbank Bund, Länder und EU des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Förderwegweise für Existenzgründer und Mittelstand des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Fördermöglichkeiten der KfW

Förderangebote der LfA Förderbank Bayern

Broschüre „Wirtschaftliche Förderung“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Hinweis:
Die aufgeführten Links erheben keinen Anspruch auf Aktualität, Korrektheit oder Vollständigkeit. Der Verfasser der Linkliste macht sich die Inhalte der verlinkten Seiten nicht zu Eigen. Jegliche Haftung oder Gewährleistung für die Inhalte der verlinkten Seiten ist ausgeschlossen.
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