Wärmepumpenbotschafter
Die Wärmepumpenbotschafterinnen und -botschafter sind Bruckerinnen und Brucker die bereits eigene Anlagen installiert und so schon über Jahre Erfahrungen mit verschiedenen Wärmepumpen gesammelt haben. Sie informieren unabhängig und ehrenamtlich interessierte Mitbürger über allgemeine Fragen und Bedenken zur Wärmepumpe. Nach dem Vorbild des Landkreises Ebersberg, möchte die Stadt Fürstenfeldbruck so einen direkten Dialog von Bürgern für Bürger in die Wege leiten, um einen unverbindlichen und ehrlichen Austausch zum Thema zu ermöglichen, ohne Agenda und auf Augenhöhe.
Bisher haben wir einen engagierten Wärmepumpenbesitzer auf unserer Liste, die gerne noch erweitert werden soll. Sie haben eine Wärmepumpe und würden gerne anderen Hauseigentümern bei Fragen rund um das Thema helfen? Dann kontaktieren Sie gerne die Klimaschutzbeauftragte der Stadt Fürstenfeldbruck, Lucia Billeter, unter klimaschutz@fuerstenfeldbruck.de und werden ebenfalls Wärmepumpen-Botschafter.
Sie überlegen, selbst in eine Wärmepumpe zu installieren? Dann profitieren Sie von den Erfahrungen der Botschafter und nutzen Sie deren Wissen für Ihren persönlichen Einstieg ins Thema "Wärme".
Die Kontaktaufnahme erfolgt entweder direkt mit den Botschaftern oder über das Klimaschutzmanagement im Landratsamt.
Eine kostenlose Energieberatung durch die Verbraucherzentrale gibt es in Zusammenarbeit mit der Energieagentur KLIMA³, https://klimahochdrei.bayern/buergerinnen.
Liste Wärmepumpen-Botschafter in Bruck
Name: Georg Tscharke
Heizung: Vaillant Luft-Wasser-Wärmepumpe
Jahresarbeitszahl: 3,7
Kommentar: Die Doppelhaushälfte wurde 2015 errichtet und von Anfang an mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Das Haus ist gut gedämmt, der Primärenergiebedarf liegt bei 32 kWh/m²a. Im Haus gibt es im Erdgeschoß und im DG eine Fußbodenheizung, die Kellerräume werden über Heizkörper erwärmt. Zur Warmwassergewinnung ist Solarthermieanlage installiert. Mittelfristig soll Eigenstrom über eine Fotovoltaikanlage erzeugt werden, ergänzt durch einen Stromspeicher. Der jährliche Verbrauch der Wärmepumpe liegt bei ca. 2600 kWh. Die Wärmepumpe läuft bisher problemlos. Sollte doch einmal die stromgestützte Heizung ausfallen, gibt es im Erdgeschoß einen Kaminofen mit aufgesetzter Wassertasche, der warmes Wasser in den zentralen Pufferspeicher anführt.
E-Mail: georg.tscharke@web.de
Name: Michael Pöhlein
Heizung: Luft Wasser-Wärmepumpe Zewotherm Lambda EU15L Einbau September 2025 anstelle einer Ölheizung.
Systemjahresarbeitszahl: 4,1 incl. Stromverbrauch für Pumpen und Steuerungselektronik der Wärmepumpe.
Das gesamte Anwesen wird beheizt. Warmwasser im Appartement und in der Dachgeschosswohnung wird über 80L Elektroboiler erwärmt.
Kommentar: Das Anwesen besteht aus drei Wohneinheiten.
Wohneinheit 1: Haupthaus Baujahr 1951 mit 175 qm Wohnfläche sowie Wohneinheit 2: Dachgeschosswohnung mit 40 qm Wohnfläche.
Im Laufe der letzten Jahre, ab 2010, wurden die alten Fenster gegen neue 2 Scheibenverglasungen ausgetauscht.
Die alte Fassadenverkeidung aus Eternitplatten wurde 1990 durch eine 6cm Polystyroldämmung ersetzt.
Wohneinheit 3: Freistehender Appartementbungalow Baujahr 1970 mit 40 qm Wohnfläche. Aussenwände ebenfalls mit 6cm Polystyroldämmung. Fenster von 1990.
Seit 2022 gehört eine 17,36 kWp Photovoltaikanlage incl. 20 kWh Batteriespeicher zum Anwesen.
25 bis 33% des erzeugten Stroms aus der Photovoltaikanlage können für die Wärmepumpe genutzt werden.
Im Wohnzimmer ist ein Kaminofen installiert. Pro Jahr werden ca. 3 Ster Holz verfeuert.
Im Zuge des Umstiegs auf die Wärmepumpe wurde im gesamten Anwesen ein hydraulischer Abgleich durchgeführt, und im Wohnzimmer wurden zwei Gussradiatoren gegen zwei Typ 33 Heizkörper ausgetauscht.
E-Mail: michael_poehlein@web.de
Name: Martin Wimmer
Heizung: Luft-Wasser-Wärmepumpe LG Therma V Split, [Leistung am Außengerät prüfen] kW, Einbau September 2025 anstelle einer Gasheizung von 1988
Jahresarbeitszahl: ca. 3,2 (Schätzung für den ersten Winter aus dem früheren Gasverbrauch und dem Hausstromzähler; ab der Heizperiode 2026/27 wird mit eigenem Stromzähler gemessen)
Kommentar:
Unser schräg versetztes Reihenmittelhaus wurde 1988 gebaut und hat 180 m² Wohnfläche. Seit dem Bau wurde weder zusätzlich gedämmt noch energetisch saniert; die Wärmepumpe arbeitet also in einem ganz normalen Bestandsgebäude. Geheizt wird weiterhin über die vorhandenen Plattenheizkörper und zwei Gliederheizkörper; es musste kein einziger Heizkörper getauscht werden.
Die alte Gasheizung verbrauchte rund 30.000 kWh Gas pro Jahr. Im ersten Winter mit der Wärmepumpe lag die Vorlauftemperatur meist bei 40 bis 45 °C, an den kältesten Tagen bei bis zu 55 °C. Der Stromverbrauch der Heizung lag geschätzt bei 7.000 bis 7.500 kWh; ein eigener Zähler folgt. Das Warmwasser bereitet unabhängig davon eine separate Warmwasser-Wärmepumpe mit 260-Liter-Speicher, die rund 1.100 kWh Strom im Jahr braucht. Ein Balkonkraftwerk mit kleinem Batteriespeicher deckt einen Teil des Haushaltsstroms, trägt im Winter aber kaum zur Heizung bei. Der Kaminofen im Wohnzimmer wird nur selten genutzt und spielt für die Heizbilanz keine Rolle.
Die Außeneinheit ist sehr leise, nachts läuft sie zusätzlich im Leise-Modus. Die Installation habe ich eng begleitet und die Anlage per Modbus in das Smart-Home-System Home Assistant eingebunden – Temperaturen, Betriebszustände und Verbräuche werte ich damit selbst aus. Über Fragen zu Planung, Heizkörpern, Vorlauftemperatur oder zur Auswertung im Betrieb freue ich mich.
E-Mail: waermepumpe@mmwimmer.de
Bannerbild: HarmvdB auf Pixabay
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