Rothschwaiger Forst: Stadt geht gegen Versperrung Weg vor

Vor etwa zwei Wochen hat die Kiesgrubenrekultivierung Oberbayern (KRO) angefangen, den Zu- und Ausgang zum/vom Rothschwaiger Wald über die Kieswerkstraße zu versperren. Inzwischen kommen weder Radfahrer noch Fußgänger mehr an dem aufgeschütteten Haufen vorbei. Dies Ganze wohl als Reaktion darauf, dass eine Zweidrittelmehrheit im Stadtrat die von dem Unternehmen an dieser Stelle geplante Bodenwaschanlage ablehnt. 

Das Versperren des Weges ist aus Sicht der Stadt rechtswidrig. Es handelt sich um einen Weg, der seit Jahrzehnten unbeschränkt der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Der Wald dient der Naherholung und der Weg ist eine wichtige Fuß- und Radwegeverbindung. Anlieger, die zu ihrem Wald oder Feld wollen, benötigen den Zugang ebenso wie Rettungsdienst und Feuerwehr. Gerade bei den Hilfsorganisationen ist es nicht hinnehmbar, wenn diese bei möglichen Einsätzen im Zweifel einen längeren Weg fahren müssen und damit mehr Zeit benötigen, um zum Einsatzort zu kommen. Bei der Beurteilung der Rechtslage spielt es auch keine Rolle, ob der Weg gewidmet ist oder nicht.

Die Stadt geht gegen die Maßnahme von KRO vor.

Die Stadtratsmehrheit will, dass nach Beendigung des Kiesabbaus hier ein Klimaschutzwald entsteht. Das Unternehmen KRO will eine Bodenwaschanlage errichten, die dann Jahrzehnte dort verbleibt.





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