Im Dschungel der Label

Fairtrade, Bio, FSC, Blauer Engel – die Zahl der Siegel auf Produkten ist groß. Doch wofür stehen die bunten Logos eigentlich?

Das Fairtrade-Siegel kennen viele vielleicht auch aus dem Stadtbild: Fürstenfeldbruck ist seit zehn Jahren Fairtrade-Stadt. Damit setzt sich die Stadt für einen gerechteren globalen Handel ein. Denn während hierzulande Gesetze Mindestlöhne und Arbeitnehmerrechte regeln, arbeiten Menschen in vielen Produktionsländern für sehr geringe Löhne. Fairtrade setzt deshalb unter anderem auf bessere Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung und Mindestpreise für Rohstoffe wie Kaffee oder Kakao. Auch Nachhaltigkeit und Arbeitssicherheit spielen eine Rolle.

Fairtrade bedeutet allerdings nicht automatisch Bio. Für ökologischen Anbau gibt es unter anderem das EU-Bio-Siegel, das deutsche Bio-Siegel sowie die strengeren Standards von Anbauverbänden wie Bioland, Naturland oder Demeter. Hier stehen beispielsweise Tierwohl und der Verzicht auf bestimmte Pestizide im Mittelpunkt. Umgekehrt garantiert ein Bio-Siegel nicht, dass die Produzentinnen und Produzenten fair bezahlt werden.

Auch FSC und Blauer Engel begegnen uns häufig. FSC steht für nachhaltige Waldbewirtschaftung und findet sich beispielsweise auf Papierprodukten. Der Blaue Engel kennzeichnet besonders umweltschonende Produkte. Ein FSC-Siegel bedeutet jedoch nicht automatisch, dass ein Produkt aus Recyclingpapier besteht.

Der Label-Dschungel kann also verwirrend sein. Kein Siegel deckt alle Aspekte nachhaltigen Konsums ab. Wer bewusst einkaufen möchte, kann sich deshalb zunächst auf die Themen konzentrieren, die ihm besonders wichtig sind – etwa faire Löhne, Bioanbau oder Tierwohl – und sich mit den entsprechenden Siegeln vertraut machen.

Auch in Fürstenfeldbruck gibt es Möglichkeiten, nachhaltiger zu leben. Tipps und Anregungen finden sich in der Nachhaltigkeitsbroschüre der Stadt.




zurück zur Übersicht