Sitzung des Stadtrats vom April 2026
Gebühren im Veranstaltungsforum steigen
Raumkosten sowie Gebühren für Mobiliar, Technik und Dienstleistungen werden im Veranstaltungsforum Fürstenfeld alle zwei Jahre überprüft und in der Regel um rund zehn Prozent erhöht. Auch heuer befassten sich der Kultur- und Werkausschuss im März sowie im Anschluss der Stadtrat im April mit den vorgeschlagenen Anpassungen.
Norbert Leinweber, Leiter der Kultureinrichtung, sprach sich für die Erhöhung aus und dafür, die Zweiteilung beizubehalten: Tarif A für örtliche Vereine, Parteien, städtische Institutionen und nichtkommerzielle Kulturveranstaltungen sowie Tarif B für alle übrigen Nutzer. Er kam im zweiten Termin der Bitte nach, die Verteilung von A und B am Gesamtvolumen darzulegen. Im vergangenen Jahr hätten die Vereine 226.000 Euro, entspricht 16,9 Prozent, ausgemacht. Kommerzielle Nutzer hätten 1,14 Millionen Euro in die Kassen gespült. Alle großen Vereine wie die Chöre oder die Faschingsvereine, die die Säle auch füllen, seien im Veranstaltungsforum zuhause und gern gesehene Partner. Qualität habe ihren Preis, den sich diese auch leisten würden, so der Werkleiter.
Markus Droth (FW) sagte zur Aussage Leinwebers, dass die Vereine auf Fördermittel bei der Stadt zurückgreifen könnten, diese aber nicht voll ausschöpfen würden: Die Zuschüsse seien limitiert auf maximal drei Veranstaltungen. Die Vereine würden einer besonderen Förderung bedürfen.
Philipp Heimerl (SPD) sah zwar das Spannungsfeld, in dem sich Leinweber befindet: Zum einen sei das Defizit stabil zu halten, zum anderen sollten im Veranstaltungsforum Räume für alle Vereine zur Verfügung stehen. Da sich der Anteil der Vereine nur gering auf das wirtschaftliche Ergebnis auswirkt und zugleich die Belastung der Mitglieder, die allgemein steigenden Preise sowie die weltpolitische Lage berücksichtigt werden sollten, schlug er vergeblich vor, die Erhöhung im Tarif A künftig nur alle vier Jahre vorzunehmen und in diesem Jahr darauf zu verzichten. Mit 21 zu 16 Stimmen wurde die Anpassung bei Tarif A und einstimmig bei den gewerblichen Mietern beschlossen.
Jahresabschluss für 2018 vorgelegt
Die Kämmerei hat dem Gremium den Jahresabschluss sowie den Rechenschaftsbericht zur Kenntnis vorgelegt. Walter Schwarz (SPD) kritisierte deutlich die Verspätung. Nach der Gemeindeordnung müssten die Unterlagen innerhalb von sechs Monaten nach Aufstellung des jeweiligen Haushalts vorgelegt werden. „Das ist ein gravierender Verstoß“, konstatierte er. Der Rückstand auch in Bezug auf alle weiteren, noch ausstehenden Berichte sei nicht hinnehmbar, unabhängig von der Begründung hierfür. Schwarz forderte, alle Berichte innerhalb der nächsten drei Jahre vorzulegen. Der Stadtrat müsse Klarheit darüber haben, wie die Stadt finanziell dasteht, gerade mit Blick auf anstehende große Projekte wie den Neubau des Hallenbads und des Eisstadions. Man habe in den vergangenen Jahren im Haushalt immer mit Verlusten geplant, letztlich sei die Stadt in der Rückschau aber immer im Plus gewesen. Von der Aufsichtsbehörde wurde sie aufgrund der vorgelegten Zahlen als nicht kreditwürdig und auf Dauer nicht leistungsfähig eingestuft – mit den entsprechenden Folgen, wie beispielsweise auferlegten Einsparungen.
Ergänzend mahnte Alexa Zierl (ÖDP) den Abschluss für das Jahr 2017 an. Man habe ihn vor drei Jahren vorgelegt bekommen, dann sei er zum Revisionsamt gegangen, seither habe das Gremium nichts mehr gehört. Der Beschluss stehe immer noch aus.
Neuer Sportbeirat bestellt
Der Stadtrat ist dem Vorschlag des Fachausschusses gefolgt und hat die Mitglieder des neuen Sportbeirats bestellt. Diese sind Nicola Bilsing (Kraftsportclub Puch), Joachim Mack (Tennis- gemeinschaft Fliegerhorst Fürstenfeldbruck), Lukas Schmid (TuS Fürstenfeldbruck, Abteilung American Football), Markus Pasterny (Eislaufverein Fürstenfeldbruck), Joachim Huber (FC Aich) und Heike Schmidtke (Eis- und Rollsportclub sowie TuS, Abteilung American Football). Die Amtszeit hat am 1. Mai begonnen und geht bis 30. April 2029. Sportreferent Martin Kellerer (CSU) dankte den Ehrenamtlichen für ihr Engagement.
B2-Straßenführung zugestimmt
Der Stadtrat hat die Neufestsetzung der Ortsdurchfahrtsgrenzen im Zuge der B2-Verlegung und Umstufung entsprechend der von der Regierung von Oberbayern vorgelegten Pläne beschlossen.
Nachdem dort die Ampelanlagen nicht aufgeführt waren, wird dies auf Nachfrage von Quirin Droth (FW) geprüft und über das Ergebnis in der nächsten Stadtratssitzung berichtet werden.
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