Malchinger Straße: Kita am Quartiersplatz, kleineres Parkhaus geplant
Wie hat sich die Planung für das neue Wohnquartier an der Malchinger Straße seit dem städtebaulichen Wettbewerb weiterentwickelt? Darum ging es nun bei einer Informationsveranstaltung im Stadtlabor. Nach der Vorstellung des aktuellen Planungsstands kamen die Teilnehmenden an vier Themenstationen zu Wohnen und Städtebau, Verkehr und Mobilität, Freiraum sowie Energie und Nachhaltigkeit mit den Fachleuten ins Gespräch.
Grundlage der weiteren Planung bleibt der Siegerentwurf von AllesWirdGut Architektur ZT GmbH und Lex-Kerfers Landschaftsarchitekten und Stadtplaner. An dessen grundsätzlicher Höhenstaffelung ändert sich nichts: Höhere Gebäude bleiben im Zentrum und Westen vorgesehen, niedrigere an den Rändern zur bestehenden Nachbarschaft. Im Detail wurden die Baukörper jedoch kompakter gestaltet und die Freiräume zwischen ihnen verbessert. Auch die Kindertageseinrichtung soll künftig direkt am Quartiersplatz liegen und weiterhin einen eigenen Außenbereich sowie Zugang zum Wald erhalten.
Quartier soll weitgehend autofrei bleiben
Das Verkehrskonzept wird ebefalls konkreter. Das Quartier soll weitgehend autofrei bleiben. Für die südwestliche Erschließung wird eine Anbindung an die Augsburger Straße im Bereich des Kreisverkehrs vorgesehen, die Habichtstraße soll dagegen nicht mit der neuen Erschließungsstraße verbunden werden.
Deutlich kleiner fällt nach aktuellem Stand das Parkhaus an der Malchinger Straße aus: Statt ursprünglich 241 sind dort noch etwa 120 bis 140 Stellplätze vorgesehen, bei einer Höhe von rund 9,40 Metern. Weitere Stellplätze werden in die Tiefgarage verlagert.

Das rund 5,3 Hektar große Plangebiet an der Malchinger Straße: Der Stand der Rahmenplanung für das geplante Wohnquartier wird konkreter.
Foto: Stadt Fürstenfeldbruck
Waldfläche soll bestehen bleiben
Ein Schwerpunkt bleibt der Erhalt und die Gestaltung der Grünräume. Die südliche Waldfläche soll als Wald bestehen bleiben - die aktualisierte artenschutzrechtliche Prüfung bestätigt die bisherigen Annahmen. Vorgesehen sind zudem ein Bewegungs- und Generationenangebot im Waldbereich sowie neue Fuß- und Radwegeverbindungen, unter anderem in Richtung Pucher Meer.
Parallel wird die künftige Energieversorgung untersucht. Ein Energiegutachten vergleicht derzeit verschiedene Konzepte und prüft auch, ob sich daraus perspektivisch Angebote für die umliegende Nachbarschaft ergeben könnten.
Wie geht es nun weiter?
Die während der Veranstaltung eingebrachten Fragen, Hinweise sowie positiven und kritischen Rückmeldungen werden nun ausgewertet und sollen in die weitere Planung und Dokumentation des Dialogprozesses einfließen.Dafür werden unter anderem ein Verkehrsgutachten und ein Mobilitätskonzept sowie ein Energiekonzept ausgearbeitet, eine artenschutzrechtliche Prüfung durchgeführt und die zuständigen Behörden beteiligt.
Die Ergebnisse fließen anschließend in einen Rahmenplan ein, der die Grundlage für das spätere Bebauungsplanverfahren bildet.
Der Rahmenplan wird auf Grundlage des Siegerentwurfs weiter ausgearbeitet und bildet später die Grundlage für das Bebauungsplanverfahren. Mit der fachlichen Betreuung des vorausgegangenen Wettbewerbs war bgsm beauftragt. Den begleitenden Bürgerdialog konzipiert und dokumentiert das Münchner Büro STUDIO | STADT | REGION.
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