Hier schreibt der Oberbürgermeister

Sehr geehrte Brucker Bürgerinnen und Bürger,

auch wenn es in den vergangenen Wochen einige „Lockerungen“ gab, sind wir von „locker“ und damit einem Alltag wie wir ihn vor dem Corona-Virus kannten, noch sehr weit entfernt und es darf die Frage gestellt werden, ob wir uns jemals wieder so frei und unbeschwert bewegen können. Das werden die nächsten Wochen und Monate zeigen und auch, ob die Forschung ein entsprechendes „Wundermittel“ gegen das Virus findet.

Wie jedes Jahr erscheint die August-Ausgabe des RathausReportes mitten in der Ferienzeit, die bei vielen vermutlich auch ganz anders aussehen wird als in den vergangenen Jahren. Vielleicht ist da eher mal „Home-Urlaub“ angesagt und Sie können so unsere schöne Gegend erkunden und noch näher kennen lernen. Die verbesserte Beschilderung der Radwegeverbindungen im Landkreis und darüber hinaus ist vielleicht ein Anreiz, das Fahrrad zu nutzen.

Gerne hätten wir den „zwangsläufig“ oder „freiwillig“ daheim gebliebenen Kindern ein umfangreicheres Ferienprogramm angeboten, was aber aufgrund von Corona und den damit verbundenen (Hygiene-) Vorschriften leider nicht möglich war. Wir glauben trotzdem, dass für Viele etwas dabei ist und der Tag zum Erlebnis wurde oder noch wird.

Ob es ein Erlebnis wird oder Ernüchterung bringt, wird die Sondersitzung des Stadtrates am Montag, den 31. August, ergeben. Eine Ferienausschusssitzung ist ja nichts Ungewöhnliches, aber eine Sondersitzung in den Ferien hat es noch nicht gegeben. Dies ist der Corona-Krise mit ihren finanziellen Auswirkungen geschuldet, denn in dieser Sondersitzung muss ein Nachtragshaushalt verabschiedet werden.

Es gab dazu viele Vorgespräche und ich darf mich fraktionsübergreifend bei allen Mitgliedern des Stadtrates und der Verwaltung für die konstruktive Zusammenarbeit und die eingebrachten Sparvorschläge bedanken. Spannend wird es, welche Zahlen bis dahin von Frau Moroff mit ihrem Team von der Kämmerei vorgelegt werden und ob es bei den Sparvorschlägen bleibt, wenn sich die Zahlen doch verbessern sollten. Auch das ist aber dann eine Momentaufnahme, da die wirklichen Auswirkungen erst für das Jahresende und das neue Jahr erwartet werden. Dies wird aber die Herausforderung bei den Beratungen zum Haushalt 2021.

Zurückblickend und doch in die Zukunft gerichtet konnte am 22. Mai der Vertrag für den Neubau der Schule West an der Cerveteristraße unterzeichnet werden. Auch wenn es noch drei Jahre sind, bis rund 350 Grundschülerinnen und Grundschülern eine neue und moderne Schule zur Verfügung steht, gibt es keinen Zeitpuffer für Überlegungen und Umplanungen. Ich bin überzeugt, dass die Lenkungsgruppe, bestehend aus Fachleuten, der Schulleitung, der Verwaltung und Vertretern des Stadtrates, dieses Projekt zielgerichtet umsetzen wird.

Ein weiteres Thema war und ist die Fortführung des Verkehrsentwicklungsplans, mit dem sich Mitglieder des Stadtrates in einer Klausur zwei Tage beschäftigt haben und dabei die feststehenden Leitlinien mit „Zielen“ befüllten. Diese werden dem Stadtrat im September zur Entscheidung vorgelegt. Das ist aber nur ein weiterer Zwischenschritt auf dem Weg zur geplanten Verabschiedung im Frühjahr 2021, da auch noch Veranstaltungen mit den Bürgern und den umliegenden Gemeinden geplant sind.

Eine für die Stadtentwicklung ganz wichtige Entscheidung wurde in der Preisgerichtssitzung des Ideen- und Realisierungswettbewerbs für das Areal Aumühle/Lände am 30. Juli getroffen. Aus den zehn vorgelegten Entwürfen wurde von den Preisrichtern das Büro „JOTT architecture and urbanism“ aus Frankfurt mit dem ersten Preis bedacht. Mehr dazu können Sie in der August-Ausgabe des RathausReport nachlesen.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit, schöne und erholsame Ferien und vor allem: Bleiben Sie gesund.

 

Ihr Oberbürgermeister

Erich Raff

 




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Stadt Fürstenfeldbruck
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Stand: 08/13/2020
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