Hier schreibt der Oberbürgermeister

Liebe Brucker Bürgerinnen und Bürger,

es hat sich einiges getan seit der letzten Ausgabe des RathausReports. Und das nicht nur hinsichtlich der Bundestagswahl mit Gewinnern und Verlierern, wobei es doch bei demokratisch durchgeführten freien und „geheimen“ Wahlen keine Verlierer gibt. Mit Spannung warten wir auf die Ergebnisse der Sondierungen und Koalitionsverhandlungen und wer in den nächsten vier Jahren hauptverantwortlich die anstehenden Aufgaben angeht.

Ein Thema im Wahlkampf war unter anderem der Klimaschutz. Dafür gingen am Freitag, den 24. September, auch rund 600 Teilnehmer in unserer Stadt auf die Straße. Fast zeitgleich lud auch der Umweltbeirat zu einer Veranstaltung im Sitzungssaal des Rathauses ein, in der in Fachbeiträgen zum Thema „Abfall“ zum einen gezeigt wurde, wie zum Beispiel Abfall vermieden beziehungsweise recycelt werden könnte. Zum anderen wurde der Abfallwirtschaftsbetreib des Landkreises vorgestellt mit seinen Aktivitäten der Müllentsorgung, Müllvermeidung und einer Untersuchung der Hausmüllentsorgung beziehungsweise -trennung. Als drittes erfolgte noch ein Vortrag zum Thema „Energie aus der Biotonne“. Es waren sehr interessante Themen, die teilweise aufzeigten, was im Landkreis schon umgesetzt wird und für was auch berechtigt auf die Straße gegangen wird. Ganz so thematisch und aktuell war es dann offensichtlich doch nicht, dass man von der Demo noch zu den Vorträgen kommt. Ich hoffe, dass sich der Umweltbeirat davon nicht entmutigen lässt und weiterhin versucht, das Thema Umwelt mit fachkundigen Referenten zu vermitteln.

Rechtzeitig zum Schulbeginn konnte der neue Schülerhort an der Cerveteristraße eröffnet werden, für den noch ein Name gesucht wird. Vielleicht haben Sie dazu einen guten Vorschlag, der in den Kultur- und Werkausschuss zur Entscheidung eingebracht werden kann.

Am 23. September fand die zweite Sitzung des Stadtrates statt, die mittels Livestream übertragen wurde. Der Zuspruch mit insgesamt 58 Besuchern und 23 Zuschauern, die im Durchschnitt gleichzeitig zugeschaltet waren, war nicht so hoch wie bei der ersten Übertragung im Juli, aber doch erfreulich. In den zwei Wochen danach schauten sich noch 186 Interessierte die Aufzeichnung an. So konnte nicht nur live verfolgt werden, dass der Stadtrat mehrheitlich die Geschäftsordnung dahingehend geändert hat, dass einmal im Jahr eine Hybridsitzung stattfindet.

Die Stadt muss für die Umgestaltung des südlichen Teils des Viehmarktplatzes einen siebenstelligen Betrag aufwenden, was angesichts der Haushaltslage 2021 nicht darstellbar war und deshalb auch keine Mittel eingestellt wurden. Die Stadt hatte sich aber auf ein Förderprogramm des Freistaates zur Belebung der Innenstadt beworben. Die von Bauamtsleiter Johannes Dachsel mit seinem Team ausgearbeiteten Pläne fanden bei der Förderstelle große Zustimmung, was sich auch in dem zugesagten Betrag von 800.000 Euro widerspiegelt. Dass die Umgestaltung des südlichen Teils nicht nur eine Aufwertung für die Stadt bedeutet, sondern auch Auswirkungen auf die Bebauung auf dem nördlichen Teil haben wird, untermauerte der Stadtrat mit seinem eindeutigen Votum, den südlichen Teil zeitnah umzugestalten und einen Planungsentwurf für einen Vermarktungsentwurf des nördlichen Teils zu erstellen. Über diesen wird dann in den zuständigen politischen Gremien diskutiert.

Hinsichtlich der neuen Schule West II ist die Verwaltung Gott sei Dank schon einen großen Schritt weiter. Die Ausschreibung für die Baumeisterarbeiten ist abgeschlossen. Es haben sich einige Firmen beworben. Nach der Auswertung der Unterlagen kann dieses Gewerk nach den Vorgaben des Vergaberechts an den günstigsten Anbieter vergeben werden, so dass noch im Oktober mit den Aushubarbeiten und der Erstellung der Bodenplatte begonnen werden kann.

Mit Freude haben wir die Entscheidung des bayerischen Ministerrates wahrgenommen, dass Volksfeste im Rahmen von inzidenzunabhängigem 3G und der sonstigen allgemein geltenden Regelungen (Gastronomie im Bierzelt etc.) wieder stattfinden können. Wie so oft ist es aber das „Kleingedruckte“, das eine optimistische Überschrift plötzlich ganz anders erscheinen lässt. So verflog auch die erste Freude in Anbetracht der rechtlichen Rahmenbedingungen und Zugangsbestätigungen der puren Ernüchterung. In Absprache mit den Fraktionsvorsitzenden und dem Arbeitskreis Volksfest müssen wir leider mitteilen, dass es kein Herbstfest geben wird und wir hoffen, dass wir Ende April ein tolles Volksfest in gewohnter Form durchführen können.

Anders sieht es bei der Leonhardifahrt am Samstag, den 30. Oktober, aus, die stattfinden wird.

Optimismus ist auch angesagt was die Finanzen anbelangt und wie sich Corona tatsächlich darauf ausgewirkt. Das Finanzmanagement der Stadt ist schon fleißig dabei, die ersten Daten für den Haushalt 2022 zusammenzutragen. Mit diesen wird ab dem 1. Dezember auch der neue Kämmerer, Marcus Eckert, konfrontiert werden, der von der Stadt Füssen nach Fürstenfeldbruck wechselt. Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Finanzverwaltung hat er sich bereits vorgestellt. Wir freuen uns auf ihn und wünschen ihm, dass er nach seinem Amtsantritt bessere Zahlen präsentieren kann, als uns dies seine Vorgängerin Susanne Moroff bei ihrem letzten Haushalt leider vermitteln musste.

Auch wenn sich die Zahlen der Neuinfizierten nach unten bewegt haben, werden wir die Pandemie nur durch Impfen in den Griff bekommen. Deshalb nochmals mein Appell, sich impfen zu lassen!

Machen Sie ’s gut, bleiben Sie gesund und bis zur nächsten Ausgabe!

Ihr

Erich Raff

Oberbürgermeister




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Stadt Fürstenfeldbruck
Hauptstr.31
82256 Fürstenfeldbruck

Stand: 11/30/2021
Quelle: