Sitzung des Ausschusses für Integration, Soziales, Jugend und Sport vom Juli 2026
Betreuungssituation: Gute Nachrichten für Familien
Die Betreuungssituation in den Fürstenfeldbrucker Kinderkrippen und Kindergärten hat sich gegenüber den Vorjahren deutlich entspannt. Das berichtete nun Michaela Raff, Sachgebiets- leiterin Kindertageseinrichtungen, im Ausschuss für Integration, Soziales, Jugend und Sport.
In Zahlen: In den Kinderkrippen stehen für das Betreuungsjahr 2026/27 insgesamt 359 Plätze zur Verfügung, 323 davon sind vergeben. Die zwölf Kinder auf der Warteliste benötigen ihren Platz erst ab April 2027. Nachträgliche Anmeldungen werden weiterhin berücksichtigt, sofern passende Kapazitäten vorhanden sind.
Auch in den Kindergärten ist das Angebot grundsätzlich ausreichend. Von 1.143 Plätzen sind derzeit 1.076 belegt. Weitere 42 können vergeben werden. 25 Plätze stehen aktuell nicht zur Verfügung, insbesondere aufgrund der geschlossenen dritten Gruppe im Kindergarten St. Magdalena.
Auf der Warteliste stehen 26 Kinder, die bis Ende des Jahres drei Jahre alt werden. Zwölf von ihnen werden bereits in einer Krippe betreut. Für sechs Kinder mit erhöhtem Förderbedarf prüft die Verwaltung geeignete Angebote. „Grundsätzlich könnten wir allen angemeldeten Kindern einen Betreuungsplatz zur Verfügung stellen“, fasste Raff die Situation zusammen.
Dass derzeit Plätze unbesetzt bleiben, dürfte allerdings nur eine vorübergehende Entwicklung sein: Laut Demografie-Prognose wird der Bedarf im Krippenbereich ab 2028 und bei den Kinder- gärten nach 2029 wieder steigen. Eine aktualisierte Studie wird zum Jahresende erwartet. Oberbürgermeister Christian Götz sprach daher von einer „sehr guten Betreuungssituation“, sah in den freien Kapazitäten angesichts geburtenschwacher Jahrgänge aber zugleich ein demografisches Warnsignal.
Die möglichen Auswirkungen der geplanten Reform des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes auf die Elternbeiträge sollen dem Ausschuss im November mit konkreten Berechnungen vorgestellt werden. Die Verwaltung kündigte dafür einen moderaten und ausgewogenen Vorschlag an.
Ferienbetreuung, Boulderanlage und Sportzuschüsse beschlossen
Mit dem Schuljahr 2026/27 beginnt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung zunächst für Kinder der ersten Klassen. Für die Ferien beschloss der Ausschuss einstimmig ein ergänzendes zentrales Betreuungsangebot in Trägerschaft der Ökumenischen Nachbarschaftshilfe. Vorgesehen sind Kosten von 32 Euro pro Betreuungstag zuzüglich vier Euro für das Mittagessen.
Ein weiterer einstimmiger Beschluss betrifft die geplante Boulderanlage. Sie soll am vorgesehenen Standort im Kreativquartier anstelle einer Kletterwand mit Seilsicherung entstehen und frei zugänglich sein. Eine Prüfung hatte ergeben, dass dort für eine Kletterwand nur eine sehr begrenzte Fläche zur Verfügung stünde.
Schließlich bewilligte das Gremium einstimmig Sportzuschüsse in Höhe von knapp 121.000 Euro. Davon fließen etwa 117.808 Euro in die Kinder- und Jugendarbeit der Vereine. Grundlage sind 4.218 gemeldete Mitglieder unter 18 Jahren, für die jeweils 27,93 Euro gewährt werden. Weitere 3.150 Euro erhält der Eislaufverein Fürstenfeldbruck für sein Schulsportangebot, an dem 200 Kinder aus drei Grundschulen teilnahmen.
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