Hier schreibt der Oberbürgermeister
Liebe Bruckerinnen, liebe Brucker,
viele heiße und extrem trockene Wochen liegen hinter uns und auch wenn die sonnigen Tage und warmen Abende für das Altstadtfest oder die Kulturnacht perfekt waren, so überwiegen doch die negativen Folgen dieser klimawandelbedingten Extremwetterlagen bei weitem. Die Amper zeigte sich so niedrig, wie nie zuvor und einige Gewässer wie der Starzelbach in Alling oder der Gröbenbach bei Puchheim sind sogar vollständig ausgetrocknet. Alles Leben geht bei solchen Katastrophen im Stillen zugrunde und es wird Jahre dauern, bis Fische und Kleinlebewesen diese Gewässer wieder besiedeln. Die Wälder leiden, die Landwirtschaft muss mit großen Einbußen rechnen und in machen Kommunen wie in der Landeshauptstadt München wurden Vorschriften erlassen, um Trinkwasser zu sparen. Zum Glück ist die Situation bei uns im Stadtgebiet noch stabil. Laut Stadtwerke Fürstenfeldbruck GmbH hat sich der Grundwasserstand im Bereich unseres Trinkwasserbrunnens im Rothschwaiger Forst durch die Hitzeperiode fast nicht verändert. Ob dies langfristig so bleibt, wird sich zeigen.
Eines ist klar: Wenn der menschgemachte Klimawandel so rasant fortschreitet, dann werden wir in absehbarer Zeit mit massiven Problemen unterschiedlichster Art zu kämpfen haben. Wir sollten also dringend etwas tun, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren und zumindest mittelfristig dem Treibhauseffekt etwas entgegensetzen. Vor allem der Ausbau der erneuerbaren Energien steht hier im Fokus. Ein starker Partner vor Ort sind wiederum die Stadtwerke, die bereits seit einiger Zeit an der Projektierung von Windrädern und großen Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen arbeiten. An der Grenze zu Emmering soll künftig eine große PV-Anlage inklusive Batteriespeicher östlich des Schulzentrums am Tulpenfeld entstehen. Im westlichen Stadtgebiet, zwischen Puch und Aich, sind mehrere Windkraftanlagen geplant, wobei die Umsetzung noch einige Jahre in Anspruch nehmen wird. Das Leitungsnetz, also die Transportwege für den grünen Strom, und die Speichermöglichkeiten werden kontinuierlich ausgebaut. All diese Maßnahmen dienen dazu, die Versorgung mit klimaneutralem Strom zu gewährleisten.
Aber auch die Heizungswende gehen wir an. Hier wird die Tiefengeothermie eine wesentliche Rolle spielen, um Wärmenetze CO2-neutral betreiben zu können. Die sogenannte Kommunale Wärmeplanung schreitet voran und ich bin zuversichtlich, dass wir im Lauf des kommenden Jahres für das gesamte Stadtgebiet gebäudescharf Vorschläge für eine klimaneutrale Heizung machen können.
Über allem steht das Ziel, die Stadt bis 2035 bilanziell klimaneutral zu machen. Dies gelingt aber nur, wenn auch Sie sich engagieren. Vielleicht finden Sie in Ihrem täglichen Handeln Möglichkeiten, dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen. Im Sinne unserer Kinder und Enkel, damit auch die nachfolgenden Generationen noch gut hier leben können.
Ich wünsche Ihnen allen eine angenehme Zeit, den Schülerinnen und Schülern sowie der Lehrerschaft erholsame Restferien. Bleiben Sie gesund und zuversichtlich.
Christian Götz
Oberbürgermeister
Foto Bannerbild: Anne Kaiser
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