Hier schreibt der Oberbürgermeister
Liebe Bruckerinnen, liebe Brucker,
ein frisches, neues Jahr 2026 liegt vor uns und auch, wenn wir diesen Zustand schon oft erlebt haben, so empfinde ich doch immer wieder eine gewisse Spannung. Was wird da kommen? Welche Projekte werden wir abschließen können, welche neu beginnen? Werden sich die Dinge positiv entwickeln oder steuern wir auf schwere Zeiten zu? Schließlich stehen auch heuer wieder wichtige Entscheidungen an, die uns alle betreffen.
Eine dieser Entscheidungen ist bereits am 18. Januar gefallen. Beim Bürgerentscheid zur Zukunft der B2 hat sich eine sehr große Mehrheit der Bürgerschaft für die Verlegung dieser Bundesstraße aus der Innenstadt entschieden. Die Beteiligung war mit über 12.000 abgegebenen Stimmen ordentlich und stellt für Verwaltung und OB ein klares Mandat dar, die historische Amperbrücke zu erhalten und den Schwerlastverkehr dauerhaft aus dem Stadtzentrum herauszuhalten.
Nur wenige Wochen später findet dann die Kommunalwahl statt, bei der Sie den neuen Stadtrat und, nachdem ich meine Amtszeit sinnvollerweise bewusst verkürze, auch den Oberbürgermeister wählen können. Es gibt sechs Kandidaten, inklusive meiner Wenigkeit.
Ich bitte Sie ausdrücklich: Nutzen Sie Ihr Wahlrecht, denn nur so können Sie den antidemokratischen Kräften etwas entgegensetzen und weiterhin keinen Nährboden geben. Ich bitte Sie auch: Informieren Sie sich gut, bevor Sie Ihre Stimme abgeben. In Zeiten von Social Media werden leider immer wieder fragliche Behauptungen und wilde Spekulationen als Tatsachen dargestellt. Desinformation und Populismus sind bedauerlicherweise auch bei uns keine Fremdwörter mehr. Seien Sie kritisch, wählen Sie klug!
Wir leben in einer Stadt, in der 39.870 Menschen aus 130 Nationen friedlich und respektvoll miteinander umgehen. Die Bruckerinnen und Brucker sind tolerant, offen und gastfreundlich, das erlebe ich immer wieder bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten. Diese gute Grundstimmung kommt sicher nicht von selbst zustande. Vielmehr braucht es hierfür soziale Strukturen, die eine solche Gemeinschaft ermöglichen. Ganz entscheidend hierbei sind die vielen Bürgerinnen und Bürger, die sich teils seit Jahren ehrenamtlich engagieren. Egal, ob im sozialen, kulturellen, ökologischen oder sportlichen Bereich: Ohne das Engagement all dieser Menschen würde unsere Stadtgesellschaft nicht annähernd so gut funktionieren, wie sie es aktuell tut. Ich möchte mich daher schon zu Beginn des Jahres 2026 bei all denjenigen bedanken, die sich in den kommenden Monaten für die Allgemeinheit engagieren und ihre Freizeit investieren.
Dieses Engagement trägt sicher auch dazu bei, dass demokratiefeindliche Gruppierungen bei uns noch immer nicht fußfassen können. Und das ist gut so.
Bei allen Herausforderungen und Problemen, die auf uns warten mögen, bin ich mir dennoch sicher, dass wir es gemeinsam schaffen werden, auch 2026 unsere Heimatstadt in positiver Weise ein Stück weiter zu entwickeln. Hierbei ist jeder Beitrag wichtig, egal ob vermeintlich groß oder klein.
Für das neue Jahr möchte ich mir und uns allen drei Dinge wünschen: Wir sollten 2026 mit Vertrauen angehen. Vertrauen in unsere Stärken, in unsere Gemeinschaft und auch in unsere Verantwortungsträger. Nur wenn wir einander ausreichend vertrauen, dann können wir gemeinsam Dinge bewegen.
Wir sollten zudem Mut haben. Vor allem Mut, Dinge zu verändern und nicht krampfhaft an alten Strukturen festhalten. Denn nur so können wir verantwortlich die Zukunft gestalten und Stillstand vermeiden.
Und wir sollten Zuversicht haben. Denn bei allen Problemen, die wir auf großer wie kleiner Bühne haben, geht es uns hier in Europa, in Deutschland, in Bayern und vor allem in Fürstenfeldbruck doch immer noch ganz besonders gut.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben ein glückliches, gesegnetes und friedvolles neues Jahr 2026.
Mit den besten Grüßen
Ihr
Christian Götz
Oberbürgermeister
Foto Bannerbild: Anne Kaiser
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