Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Tiefbau vom Februar 2026
Keine besonderen „Ampelmännchen“
An die Verwaltung und OB Christian Götz (BBV) waren schon mehrfach Ideen für besondere „Ampelmännchen“ herangetragen wurden – zuletzt die Bavaria. Schon in vielen Städten findet man sie als Mainzelmännchen, Pumuckl oder die Deggendorfer Knödelwerferin. Der Ausschuss hat mit großer Mehrheit dagegen gestimmt, dass sich die Verwaltung hierzu konkrete Gedanken macht. Grund war, dass es in Bruck keine derartige identifikationsstiftende Figur gibt.
Straßenplanung Am Sulzbogen geht weiter
Auf einer Länge von 1,4 Kilometern wird die Straße Am Sulzbogen – Richard-Higgins-Straße – Heimstättenstraße ausgebaut. Im Jahr 2024 fand eine umfangreiche Beteiligung der anliegenden Bewohnerinnen und Bewohner statt, ihre Anregungen und Wünsche werden – so möglich – in die Planung einfließen. Verkehrsplanerin Claudia Gessner stellt dem Ausschuss den derzeitigen Sachstand vor. Eigentlich war geplant, dass die europaweite Ausschreibung der Planungs- leistungen bereits im vergangenen Jahr erfolgt. Die Erstellung der Unterlagen für die Planung aus einer Hand erwies sich als sehr komplex, weil vieles mitzudenken und einzubeziehen war, wie die Freiflächenumgestaltung des kleinen Parks gegenüber des AEZ oder der Ampelanlage an der Kreuzung Rothschwaiger Straße. Jetzt befindet sie sich kurz vor ihrem Abschluss. Die Veröffentlichung der Ausschreibung soll nun spätestens im März erfolgen, die Auftragsvergabe im Mai oder Juni. Auf Nachfrage von Birgitta Klemenz (FBM) sagte Gessner, dass zu einem späteren Zeitpunkt auch Kontakt mit der Kirche St. Bernhard und deren Architekten aufgenommen werden wird. Dort denkt man schon länger über eine Umgestaltung des Vorplatzes nach.
Kein schnelles Tempo 30 an der Fürstenfelder Straße
Alexa Zierl (ÖDP) hatte für mehr Verkehrssicherheit als Schnellmaßnahme beantragt, dass in der Fürstenfelder Straße zwischen Stadtpark und Klosterstraße Tempo 30 angeordnet werden soll. Teil des Antrags war auch, dies vorab mit dem Staatlichen Bauamt Freising abzusprechen. Von diesem kam kurz vor der Sitzung ein Veto verbunden mit dem Vorschlag, sich Anfang März in einen Ortstermin nicht nur diesen Teil, sondern den gesamten Straßenzug anzusehen. Man wolle keinen Schnellschuss, so Birgit Thron, Leiterin der Straßenverkehrsbehörde. Das Ergebnis sei völlig offen, es könnte auch genau das herauskommen, was von Zierl beantragt worden ist. OB Christian Götz (BBV) erklärte, dass man den Tagesordnungspunkt bewusst nicht abgesetzt habe, um möglichst große Transparenz zu bieten. Mehrheitlich einigte man sich darauf, das Thema zunächst einmal wieder an die Verwaltung zurückzugeben.
Radlfreundlicher Umbau Leonhardsplatz und Münchner Straße
Thomas Brückner (Grüne) hatte beantragt, im Zuge der geplanten Sanierung der historischen Amperbrücke den Bereich Leonhardsplatz und die Münchner Straße zwischen Amperbrücke und Emmering Straße radlfreundlich umzubauen, da dann sowieso Sperrungen erfolgen. Verkehrs- planerin Claudia Gessner erläuterte, dass eine zeitgleiche Umsetzung schwierig sei. Der Beginn der Arbeiten an der Amperbrücke habe zügig zu erfolgen. Bis dahin habe man mit Einbeziehung aller Beteiligten keine finale Planung für die Münchner Straße fertig. Bei der inneren Fürstenfelder Straße sei man schon weiter, die Planung bereits beauftragt. Letztlich wurde einstimmig die Verwaltung damit beauftragt, den radl- und fußgängerfreundlichen Umbau des Leonhardplatzes und der Münchner Straße im Bereich zwischen Amperbrücke und Emmeringer Straße bestmöglich an den Zeitplan der Bauarbeiten an der Amperbrücke anzupassen, um die Sperrung dieser Wegeverbindung so gering und so kurz wie möglich zu halten. Ein zeitlich unabhängiger Umbau des Leonhardplatzes könne laut Verwaltung erfolgen, in Abstimmung mit den Plänen zur Münchner Straße.
Probleme bei Rechtsabbiegespur Dachauer Straße lösen
Vor allem in den Stosszeiten stauen sich an der Ampel Dachauer Straße/Augsburger Straße die Fahrzeuge oft fast bis zur Feuerhausstraße. Dann kommt es im-mer wieder vor, dass Leute, die vorne rechts abbiegen wollen, versuchen, unter Nutzung des Bürgersteigs am Stau vorbei- zufahren. Dies sei nicht nur eine Gefahr für Fußgänger, sondern beschädige auch den Gehweg immer mehr, so Verkehrsreferent Mirko Pötzsch (SPD). Er hatte daher den Antrag gestellt, dass die Verwaltung die durch die Rechtsabbiegespur in die Augsburger Straße entstehende Gefahrensituation durch einen Verkehrsplaner untersuchen und beurteilen lässt. Verschiedene Lösungsvorschläge mit Beurteilung des Aufwandes sollen dann dem Ausschuss zur Entscheidung vorgelegt werden. Die Kosten für ein vergleichsweise kleines Gutachten würden bei etwa 3.000 Euro liegen, so Verkehrsplanerin Claudia Gessner. Alle im Ausschuss vorgebrachten Ideen plus weitere, habe man auch schon durchgespielt, aber man sei zu keiner befriedigenden Lösung gekommen. Diese erhoffe man sich nun von einem externen Experten. Der Vorschlag wurde mit großer Mehrheit aufgegriffen.
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