Sitzung des Stadtrats vom März 2026

Kurz gemeldet aus dem Stadtrat

„Das war eine rekordverdächtig schnelle Sitzung“, meinte Oberbürgermeister Christian Götz (BBV), als er nach rund 20 Minuten den öffentlichen Teil der Stadtratssitzung beendete.

Diese Themen standen im März auf der Tagesordnung:

Mehr Mitglieder für Seniorenbeirat

Der Aufgabenbereich des Seniorenbeirats ist zuletzt immer mehr angewachsen und wird es aufgrund der zunehmenden Anzahl an älteren Personen weiterhin. Damit sich die Tätigkeiten auf mehr Schultern verteilen lassen, soll nun die Mitgliederzahl von sieben auf neun aufgestockt werden. Die beiden zusätzlichen Kräfte stehen in Person der Nachrücker aus der letzten Wahl auch zur Verfügung. Der Ausschuss für Integration, Soziales, Jugend und Sport gab für die entsprechende Änderung der Satzung ebenso grünes Licht wie im Anschluss auch der Stadtrat. Jeanne-Marie Sindani (CSU) freute sich sehr darüber, dass die Senioren ihre Anliegen so in die Hand nehmen. Daher sei der Wunsch des Beirats nach mehr Mitgliedern absolut zu unterstützen.

Neue Stühle für das Veranstaltungsforum

Der Stadtrat hat der Bereitstellung der erforderlichen Haushaltsmittel in Höhe von etwa 400.000 Euro für die Neubeschaffung von insgesamt 1.200 Großraumstühlen für das Veranstaltungsforum Fürstenfeld (950 Stühle für den Stadtsaal und 250 Stühle für den Säulensaal) zugestimmt. Nach über 24 intensiven Nutzungsjahren sei der Austausch der Bestuhlung im Stadtsaal sowie im Säulensaal nunmehr erforderlich, so Norbert Leinweber, Chef des Veranstaltungsforums, in seiner Begründung. Das bisherige Mobiliar sei mittlerweile von hochgerechnet mehr als zweieinhalb Millionen Besuchern genutzt worden. Dementsprechend hätten Verschleißspuren und Funktions- mängel im Laufe der Zeit zugenommen und der Reparaturaufwand habe sich in letzter Zeit immer weiter erhöht. Insbesondere auch der für das Stapeln der Stühle erforderliche Klappmechanismus verursache zunehmend Probleme. Die Polster und Stoffbezüge seien abgenutzt, teilweise beschädigt oder fleckig – eine Reinigung erziele immer weniger Wirkung. Auch seien sämtliche Gestelle mittlerweile stark verschlissen. Im vorberatenden Kultur- und Werkausschuss (KWA) war von Markus Droth (FW) die Anregung gekommen, Bürgern mit einer Spende die Möglichkeit zu geben, einen Stuhl zu erstehen. Diese Idee wurde von den Mitgliedern des Stadtrats begrüßt. Die Anbringung einer Namensplakette des Spenders sei laut Leinweber nicht möglich, weil die Stühle je nach Veranstaltung sehr individuell aufgestellt würden. Es gebe jedoch im Neuen Foyer eine Stuhlskulptur, an der bereits Spender aus der Anfangszeit des Veranstaltungsforums verewigt sind. Diese könne man ergänzen. Die Höhe des Spendenbetrags soll der KWA festlegen. Wahrscheinlich werden es 300 Euro pro Stuhl sein – entsprechend den geschätzten Anschaffungskosten. Ob man sich auch mit weniger Geldeinsatz beteiligen kann, wie von Irene Weinberg (BBV) vorgeschlagen, soll ebenfalls im Fachausschuss diskutiert werden.

Als nächstes wird die Verwaltung die Vergabe des Auftrags durchführen.

Abstimmungsergebnisse jetzt namentlich

Künftig sollen bei Beratungen des Stadtrats alle Abstimmungsergebnisse namentlich erfasst und dem Protokoll als Anlage beigefügt werden. In seiner März-Sitzung sprach sich der Haupt- und Finanzausschuss für eine entsprechende Ergänzung der Geschäftsordnung des Stadtrats aus (ausführlicher Bericht siehe RathausReport März). Damit folgten die Ausschussmitglieder mehrheitlich einem gemeinsamen Antrag von Florian Weber (Die PARTEI) und der SPD-Fraktion. Der Stadtrat stimmte dem mit 27 zu sieben Stimmen ebenfalls zu.

Verkaufsoffene Sonntage beschlossen

Die Rechtsverordnung nach dem Bayerischen Ladenschlussgesetz zur Regelung der verkaufsoffenen Sonn- und Feiertage muss jedes Jahr neu erlassen werden. Drei Termine für Märkte im Jahr 2026 in der Innenstadt stehen immer fest: der Frühjahrsmarkt am letzten Sonntag im April, der verkaufsoffene Sonntag im Rahmen des Altstadtfestes sowie der Herbstmarkt am letzten Sonntag im Oktober. Für den vierten verkaufsoffenen Sonntag, der aus Anlass eines Marktes, einer Messe oder einer sonstigen Veranstaltung festgesetzt werden kann, wurde vom Gewerbeverband Fürstenfeldbruck ein Antrag im Rahmen der Mobilitätsschau gestellt. Der Stadtrat hat auch diesem Termin zugestimmt, so dass am 14. Juni die Geschäfte in der Innenstadt im festgesetzten Marktbereich öffnen können. Insgesamt folgte das Gremium damit dem einstimmig gefassten Empfehlungsbeschluss des vorberatenden Kultur- und Werkausschusses.

 




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