Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vom 14. April 2026
Bezahlbare Wohnungen werden geschaffen
Die Wohnungsbaugesellschaft im Landkreis Fürstenfeldbruck (WBG) hat in der März-Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) im Rahmen einer Machbarkeitsstudie aufgezeigt, wie das städtische Grundstück an der Julie-Mayr-/Philipp-Weiß-Straße bebaut werden könnte (siehe Bericht RathausReport März). Neben einer gewerblichen Nutzung im Erdgeschoss würden zehn geförderte Wohnungen sowie zwei freifinanzierte Einheiten entstehen. Wie beim Projekt am Waldfriedhof will die Stadt mit ihr zur Realisierung einen Totalübernehmer-Vertrag schließen. Dieser bündelt Planung, Projektierung und schlüsselfertige Ausführung des Bauwerks in einer Hand. Für die Bauleistungen selbst werden Unternehmen beauftragt. Der HFA billigte in seiner jüngsten Sitzung dieses Vorgehen und auch vom Stadtrat gab es grünes Licht.
Im Ausschuss stieß Markus Droth (FW) eine Diskussion zur Bauweise an und erhob Bedenken gegen die üblicherweise vorgesehene Ausführung als Holzhybrid-Bauwerk. Aufgrund der vielen Verbundstoffe sei später einmal ein Recycling schwierig und teuer. Er schlug vor, die Kosten für eine modulare Ziegelbauweise zu prüfen. Dabei werden vorgefertigte Teile verwendet. Das Haus hätte so auch eine längere Lebenszeit. OB Christian Götz (BBV) bezweifelte diese Aussage. Der angesprochene Trockenbau werde stets mit Rigips ausgeführt – egal, wie der Rest des Gebäudes errichtet sei. Bei der Hybridbauweise sei das „Gerüst“ aus Beton, der Rest aus Holz, also sehr voneinander getrennt. Letztlich einigte man sich darauf, dass möglichst wirtschaftlich unter Einhaltung des Effizienzhaus-Standards 55 gebaut werden soll. Oberstes Ziel sei, günstigen Wohnraum zu schaffen.
Die konkrete Planung wird nun dem Planungs- und Bauausschuss zur Beratung vorgelegt.
Stadt tritt Solarpark-Gesellschaft bei
Die Stadtwerke beabsichtigen, eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit einer Gesamtnennleistung von rund acht Megawatt größtenteils auf dem Gebiet der Stadt Fürstenfeldbruck sowie auf Emmeringer Flur entlang der Bahnlinie zu entwickeln, zu errichten und anschließend zu betreiben. Hierfür wurde nach dem positiven Beschluss durch den Stadtrat im Oktober 2025 die Solarpark GmbH & Co. KG gegründet.
Nun ging es darum, wie sich die Stadt konkret beteiligt: entweder mit einem Beitritt zur Projekt- gesellschaft als Kommanditistin oder über die Gewährung eines Gesellschafterdarlehens zur Finanzierung des Vorhabens. OB Christian Götz (BBV) berichtete in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, dass sich der Aufsichtsrat der Stadtwerke klar für die erste Alternative ausgesprochen habe. Da sich dies finanziell rechne und die Einlage mit 116.000 Euro überschaubar sei, es zudem ein Zeichen der Verbundenheit und Signal gegenüber Emmering in Sachen Beteiligung sei, sprach sich das Gremium einstimmig für den Beitritt aus.
Da auch die Bürger die Möglichkeit haben sollten, an dem Solarpark zu partizipieren, wird die Verwaltung in Abstimmung mit dem Vorhabenträger ein Konzept ausarbeiten und dem Ausschuss vorlegen.
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