Fliegerhorst: Stadt reagiert auf Bundeswehr-Pläne
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat beim Truppenbesuch des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“ in Wittmund angekündigt, in Fürstenfeldbruck ein zweites Luftwaffenausbildungsbataillon zu stationieren. Hintergrund ist der zusätzliche Bedarf an Ausbildungskapazitäten im Zuge des geplanten neuen Wehrdienstes.
„Wir haben entschieden, in Fürstenfeldbruck ein zweites Luftwaffenausbildungsbataillon zu stationieren“, sagte Pistorius. Der „geschichtsträchtige Standort“ werde der Luftwaffe mit dieser Entscheidung erhalten bleiben. In Zukunft solle die Luftwaffe dort Kameradinnen und Kameraden im Rahmen des neuen Wehrdienstes ausbilden.
Die Stadt Fürstenfeldbruck hat die aktuellen Aussagen des Bundesverteidigungsministeriums zur künftigen Nutzung des Fliegerhorsts zur Kenntnis genommen. Grundsätzlich besteht Verständnis für die sicherheitspolitische Neubewertung und den Ausbau der Bundeswehrpräsenz.
Zugleich bleiben wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten und zusätzlicher Wohnraum zentrale Interessen der Stadt. Entscheidend ist nun, diese Fragen im laufenden Standortdialog mit Bund, Bundeswehr und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben weiter zu klären – einschließlich einer verlässlichen Zeitschiene zur möglichen Flächenverfügbarkeit.
Der Fliegerhorst bleibt damit ein zentrales Zukunftsthema für Fürstenfeldbruck. Die Stadt wird die weiteren Entwicklungen aufmerksam begleiten und die Interessen Fürstenfeldbrucks als Standortkommune in die laufenden Gespräche einbringen.

Der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck bleibt ein zentrales Zukunftsthema für die Stadtentwicklung.
Foto: Archiv/Rodermund-Vogl
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