Doppelhaushalt 2026/2027: Stadt erlangt frühzeitig volle Handlungsfähigkeit
Die Stadt Fürstenfeldbruck hat einen Meilenstein in ihrer Haushaltswirtschaft erreicht: Erstmals seit vielen Jahren ist der städtische Haushalt genehmigungsfrei. Mit der aktuellen Stellungnahme des Landratsamts Fürstenfeldbruck vom 19. Januar 2026 liegt zudem eines der frühesten Prüfungsergebnisse der vergangenen Jahrzehnte vor, was der Verwaltung und dem Stadtrat Planungssicherheit für die kommenden zwei Jahre gibt.
Oberbürgermeister Christian Götz betont: „Dass wir bereits im Januar einen rechtskräftigen Haushalt ohne genehmigungspflichtige Bestandteile vorweisen können, ist ein klares Signal für die Verlässlichkeit unserer Finanzpolitik. Investitionen können jetzt umgesetzt und neue Projekte ohne Zeitverzug vorbereitet werden. Mein Dank gilt der Verwaltung und dem Stadtrat für die enge und konstruktive Zusammenarbeit bei der Erstellung und Beratung des Doppelhaushalts.“
Die Kommunalaufsicht bestätigt in ihrem Schreiben die Rechtmäßigkeit der Satzung, erinnert jedoch gleichzeitig an die langfristigen Herausforderungen. Trotz der aktuellen Handlungsfreiheit bleibt die dauernde Leistungsfähigkeit der Stadt aufgrund der ehrgeizigen Investitionsziele, der damit verbundenen Kreditaufnahmen und einem geplanten Schuldenstand von bis zu 87 Millionen Euro im Fokus der Aufsicht. Die Behörde mahnt zur strikten Haushaltsdisziplin und zur Beachtung der gesetzlichen Einnahmehierarchie, um die Belastungen für künftige Generationen steuerbar zu halten.
Stadtkämmerer Marcus Eckert sieht in dem Bescheid eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges: „Die Genehmigungsfreiheit ist auch ein Erfolg der konsequenten Strukturierung unserer Finanzen und Priorisierung unserer Investitionen. Die Hinweise des Landratsamtes zur Finanzplanung der Jahre 2028 und 2029 nehmen wir als klaren Auftrag für eine weiterhin sachorientierte und vorsichtige Haushaltsführung an.“
Die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan sind nach der amtlichen Bekanntmachung in der Kämmerei und online im „interaktiven Haushalt“ öffentlich zugänglich.
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