Wohnprojekt an der Julie-Mayr-Straße kommt voran

Mit ihren Unterschriften haben die Stadt Fürstenfeldbruck und die Wohnungsbaugenossenschaft AmperWoGe nun einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem genossenschaftlichen Wohnprojekt an der Julie-Mayr-Straße gemacht. Der Letter of Intent – eine gemeinsame Absichtserklärung – hält die wesentlichen Ziele und Eckpunkte für die weitere Zusammenarbeit fest.

Der Stadtrat hatte Ende Juli bereits grünes Licht für den Letter of Intent und zugleich für eine Mehrfachbeauftragung zur weiteren Untersuchung des Grundstücks gegeben.

Oberbürgermeister Christian Götz erinnerte bei der Unterzeichnung daran, dass der Weg bis zu einem geeigneten Standort lang gewesen sei. Erste Gespräche mit der Genossenschaft habe es bereits vor vielen Jahren gegeben. Umso erfreulicher sei der nun erreichte Stand: „Jetzt haben wir eine wirklich gute Lösung gefunden. Das finde ich eine ganz tolle Sache.“ Auch innerhalb der Verwaltung sei das Vorhaben zuletzt zügig vorangebracht worden.

Bezahlbar, gemeinschaftlich und städtebaulich passend

Vorgesehen ist ein genossenschaftliches Wohnprojekt auf einem rund 2.600 Quadratmeter großen städtischen Grundstück im nördlichen Bereich der Julie-Mayr-Straße nahe dem Volksfestplatz. Die Fläche soll der AmperWoGe im Erbbaurecht zur Verfügung gestellt werden. Als bisheriger Orientierungsrahmen gelten rund 40 bis 50 Wohnungen. Wie viele Wohneinheiten tatsächlich sinnvoll realisiert werden können, soll die weitere Planung zeigen.

Ziel ist dauerhaft bezahlbarer Wohnraum für unterschiedliche Generationen und Lebenssituationen. Gleichzeitig muss sich das Projekt städtebaulich in seine Umgebung einfügen. Die AmperWoGe-Vorstände Martin Thoma und Ralf Vennefrohne verwiesen darauf, dass eine größere Zahl von Wohnungen zwar wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen könne, der Spielraum aber Grenzen habe: „Wir können da keine 17 Stockwerke hinstellen“, so Thoma.

Neben der Wirtschaftlichkeit spielen deshalb unter anderem Gebäudehöhe, Abstandsflächen, Stellplätze, der Wohnungsmix und die Einbindung in das Umfeld eine wichtige Rolle.

Der Letter of Intent ist unterzeichnet: Beim Termin dabei waren Oberbürgermeister Christian Götz (re.), die AmperWoGe-Vorstandsmitglieder Ralf Vennefrohne (li.) und Martin Thoma sowie die Amtsleiter Johannes Dachsel (stehend li.) und Marcus Eckert (stehend re.).


Fünf Büros entwickeln Ideen

Wie das neue Wohnprojekt konkret aussehen könnte, soll nun im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung untersucht werden. Fünf ausgewählte Architektur- und Planungsbüros mit Erfahrung im genossenschaftlichen Wohnungsbau sollen dafür eigene Entwürfe erarbeiten. Die Stadt hatte dieses Verfahren bereits im Juli beschlossen.

Bauamtsleiter Johannes Dachsel sprach beim Unterzeichnungstermin anschaulich von einem „kleinen Miniwettbewerb“. Alle ausgewählten Büros hätten ihre Teilnahme bereits zugesagt. Neben einer überzeugenden städtebaulichen Lösung geht es insbesondere darum, gemeinschaftliches und zugleich bezahlbares Wohnen sinnvoll umzusetzen.

Die Entwürfe sollen noch vor Weihnachten vorliegen und anschließend bewertet werden. „Dann werden wir bis Jahresende sehen, was wirklich rauskommt, wenn man die Entwürfe hat“, so Dachsel. Erst dann lasse sich belastbarer beurteilen, welche Größenordnung städtebaulich verträglich und wirtschaftlich realisierbar ist und welcher Wohnungsmix auf dem Grundstück möglich sein wird.




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