Wir gehen die Energiewende an!

 

 

 

Die Stadt Fürstenfeldbruck misst der Energiewende und dem Klimaschutz große Bedeutung zu. Gemeinsam mit den Stadtwerken Fürstenfeldbruck sind wir Mitglied im Verein „ZIEL 21 – Zentrum Innovative Energien im Landkreis Fürstenfeldbruck e.V.“, der den Landkreis unterstützt, bis zum Jahr 2030 auf 100 Prozent Erneuerbare Energien umzusteigen. Außerdem gehört die Stadt Fürstenfeldbruck dem internationalen Klima-Bündnis an.

Unser Ziel für 2020: minus 35 Prozent CO2

Am 04. Mai 2010 sind wir dem Konvent der Bürgermeister/innen auf europäischer Ebene beigetreten und gehören damit zu einem Netzwerk von Kommunen, die noch mehr für den Klimaschutz leisten möchten als von der EU vorgegeben. Unser Ziel: Die energiebedingten CO2-Emissionen auf dem Stadtgebiet Fürstenfeldbruck sollen bis 2020 um 35 Prozent im Vergleich zu 2005 vermindert werden.

Unsere Unterstützung: Covenant Club des Konvents

Fürstenfeldbruck möchte nicht nur auf lokaler Ebene die Energiewende vorantreiben, sondern auch auf die aktuell politischen Prozesse auf nationaler Ebene einwirken.

Daher unterstützen wir die Arbeit des Covenant Clubs, eine Plattform des „Konvent der Bürgermeister/innen“, mit unserer Unterzeichnung der „Empfehlungen an die nationale Ebene in Deutschland und Frankreich für eine beschleunigte Umsetzung der Energiewende auf kommunaler Ebene“. Diese gemeinsame Erklärung der deutschen und französischen Covenant Clubs wird von insgesamt 107 Städten und Gemeinden getragen – neben Fürstenfeldbruck sind darunter Kommunen wie Freiburg, Nürnberg und Paris. Das Papier wurde am 1.März 2016 Bundesministerin Hendricks übergeben und wir hoffen, dass die Empfehlungen Eingang in die nationale Politik finden.

Gemeinsame Erklärung der deutschen und französischen Covenant Clubs
Dateigröße: 0,6 MB
Dateityp: pdf

Unser Weg: Ein Aktionsplan für nachhaltige Energie

Im Vorfeld hat die Stadt von der Technischen Universität München einen Energienutzungsplan erstellen lassen, der den aktuellen Energiebedarf und die Potenziale für Energieeinsparung, Erneuerbarer Energien und den Ausbau der Fernwärme aufzeigt. Die Ergebnisse mündeten 2011 in erste Maßnahmen, zum Beispiel den Ausbau des westlichen Fernwärmenetzes und das Internet-Solarkataster, mit dem Hausbesitzer schnell ersehen können, ob sich ihr Dach für Photovoltaik oder Solarthermie eignet.

2012 wurde ein Aktionsplan entwickelt. Dieser bricht das große Ziel auf 12 kleinere strategische Ziele herunter und enthält einen umfangreichen Maßnahmenkatalog.

Für das Erreichen des CO2-Einsparziels wurde 2015 der Aktionsplans fortgeschrieben und resultierte in dem Katalog „Klimaschutzmaßnahmen – Perspektive bis 2020“. Dieser enthält die Maßnahmen aus dem Jahr 2012 und wurde für den Klimaschutz in Fürstenfeldbruck um zusätzliche Maßnahmen ergänzt.

Wo sich die Stadt auf dem Weg zu Ihrem langfristigen CO2-Einsparziel befindet, wurde 2017 in einem Monitoring für den Konvent der Bürgermeister/innen untersucht. Es wurde der Aktionsplan mit Stand Ende 2016 fortgeschrieben. Dieser Maßnahmenkatalog enthält nun alle bisher umgesetzten und geplanten Maßnahmen aus 2012 und 2015, sowie zusätzlich anstehende Aktionen bis 2020. Außerdem wurde für das Stadtgebiet Fürstenfeldbruck eine CO2-Bilanz (oder auch CO2-Emission Inventory) erstellt.

Die Stadt kann das Reduktionsziel allein nicht erreichen, da die städtischen Einrichtungen nur für drei Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich sind. Deshalb suchen wir den engen Kontakt zu Bürgern und Unternehmen und möchten sie motivieren und unterstützen, an der Energiewende mitzuwirken.

Energienutzungsplan der Stadt Fürstenfeldbruck

Der Energienutzungsplan  ist eine Übersicht über das in Fürstenfeldbruck vorhandene Energie- und Energieeinsparpotenzial. Er wurde zwischen 2009 und 2011 von der TU München, Lehrstuhl für Bauklimatik und Haustechnik Prof. Dr.-Ing. Gerhard Hausladen erstellt. Die Forscher ermittelten u. a. das Potenzial erneuerbarer Energien, der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung und der Fernwärme zur Deckung des Strom- und Wärmebedarfs im Stadtgebiet.

Er ist ein informelles Planungsinstrument, welches Aussagen zur bestehenden und zukünftigen Abnehmerstruktur, zu bestehenden Energiepotenzialen und Energienetzen sowie über Strategien für zukünftige Energienutzungen unter Einbeziehung von Kosten-Nutzen-Aspekten liefert.

Die Ergebnisse des Energienutzungsplans zeigen, dass die Nutzung der Solarenergie das größte erneuerbare Energien-Potenzial darstellt: 6-25 % der Wärmebedarfsdeckung durch Solarthermie bzw. 45-50 % der Strombedarfsdeckung durch Photovoltaik.

Um eine möglichst hohe Deckung des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien erreichen zu können, ist jedoch die Energieeinsparung durch Sanierung des Gebäudebestandes unabdingbar.

Der Energienutzungsplan ist von der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium gefördert worden.

 

Solarkataster

Über das Solarkataster der Stadt Fürstenfeldbruck ist es ganz einfach möglich, die Tauglichkeit des eigenen Daches für die Installation einer Solarthermieanlage zur Wärme- oder einer Photovoltaikanlage zur Stromproduktion zu prüfen. Mit dem Solarkataster kann jeder Bürger in wenigen Klicks, kostenlos überprüfen, ob die Dachfläche des eigenen Hauses für die Nutzung von Solarenergie geeignet ist.

Beachten Sie hierzu bitte unsere Internetseiten mit umfassenden Informationen.

 

Jeden Monat aktuelle Informationen zum Thema Energiewende und Klimaschutz

Einmal monatlich finden Sie im RathausReport die 'Energiewende-Seite' mit aktuellen Informationen zum Themengebiet Klimaschutz und Energie. Hier können Sie sich diese Seite als PDF herunterladen: