Burgstall Gegenpoint

Eine Festung sucht man auf dem Nikolausberg am südöstlichen Rand von Fürstenfeldbruck heute zwar vergebens, doch ist „Gegenpoint“ eine der größten und komplexesten Burgställe des Landkreises. Die Wehranlage in Holzbauweise soll noch im 15. Jahrhundert hier gestanden haben. Den Herren von Gegenpoint, Namensgeber und Erbauer der Burg, verdankt Markt Bruck die erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1306.


Man sollte gut zu Fuß sein, will man diesen geschichtsträchtigen Ort erkunden. Ein Schild nahe der Bahnstrecke weist auf den Pfad zur Burganlage in Form eines steil ansteigenden Kiesweges hin. In wenigen Minuten ist der anstrengende Streckenteil geschafft und belohnt den Spaziergänger mit der Ruhe des umliegenden, dichten Waldes und geheimnisvollen Überresten der ehemaligen Burg. Weder Gebäude noch die einstige Kapelle sind zwar erhalten, doch lassen sich Lage und Ausmaße der Anlage insbesondere durch die tiefen, von Menschenhand geschaffenen Gräben gut nachvollziehen. Hier schlummert die Geschichte Fürstenfeldbrucks in den Armen der Natur, überwuchert von Moos und Gräsern.

Wer nach klaren Fakten sucht, wird hier ebenfalls fündig. Eine Informationstafel zeigt den Grundriss der ehemaligen Burg und hält die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Aufstieg und Niedergang der Familie Gegenpoint vom 12. bis ins 15. Jahrhundert für Geschichtsinteressierte bereit. An die Kapelle St. Nikolaus, die 1813 abgetragen wurde, erinnert heute ein hohes Holzkreuz. Zudem markiert ein Stein mit beschrifteter Metalltafel den ehemaligen Standort der Burganlage.


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Stadt Fürstenfeldbruck
Hauptstr.31
82256 Fürstenfeldbruck

Stand: 10/17/2018
Quelle: