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 Die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs stellten Bürgermeister Sepp Kellerer, Stadtbaumeister Martin Kornacher und die Geschäftsführerin der Oberbayerischen Heimstätte, Frau Haar, am 21.02.2005 in der Tenne des Veranstaltungsforums offiziell vor.
Das Preisgerichtsprotokoll vom 18. Februar 2005 können Sie hier nachlesen.
Über 300 Büros aus ganz Europa hatten ihre Bewerbung zur Teilnahme eingereicht, von denen 25 eingeladen wurden, am Wettbewerb teilzunehmen.Ziel war es, insbesondere Vorschläge zu gewinnen für den zukünftigen Umgang mit den Häusern östlich der Heimstättenstraße und für die bisher mit Garagen belegten Flächen nördlich der Dianastraße.
Sieger wurde die Arbeit des Büros Prof. Thomas Knerer und Eva Maria Lang (Dresden) mit dem Landschaftsarchitekten Christoph Ritter, die die überzeugendsten Vorschläge zur Umgestaltung der Problembereiche brachte.
Die Sternzeichenhäuser sind für das Viertel die zentralen Identitätsstifter, da sie aus den Anfangszeiten der Siedlung stammen. Der Entwurf Knerer und Lang erlaubt ein abschnittsweises Vorgehen, bei der die Oberbayerische Heimstätte für jedes der vorhandenen Gebäude individuell entscheiden kann, ob es erhalten bleibt. Welches Ausmaß jedoch die Renovierungsmaßnahmen im Einzelnen annehmen, wollte sich Andrea-Maria Haar noch nicht festlegen.
Der Entwurf des Architektenduos überzeugt mit vielen Grünflächen, straßenseitigen Vorgärten und durchgängigen Balkonen. Außerdem wird barrierefreies Wohnen ermöglicht und die kurzen Wege tragen zur Förderung sozialer Kontakte bei. „Dadurch können gleiche Wertigkeiten hergestellt werden", so die Geschäftsführerin der Oberbayerischen Heimstätte. Die einzelnen Wohneinheiten haben unterschiedliche Größen, sodass für nahezu jede Nutzart ein angemessener Wohnraum bereitgestellt werden kann.
Auch größeren Familien will man auf diese Weise entgegenkommen. Damit erfülle der Entwurf zentrale Forderungen der Auslober, nämlich attraktive Freiräume zu schaffen, um Konflikte zwischen Jugendlichen, aber auch zwischen den Generationen zu entschärfen. Die soziale Integration der Anlieger soll auch dadurch gestärkt werden, dass möglichst viele Teile der Siedlung unter die soziale Kontrolle der Nachbarschaft gestellt werden.
In der Dianastraße möchte man sich von der extensiven, flächenzehrenden Nutzung der Hofbereiche durch Garagencontainer verabschieden und stattdessen mehr Grünflächen etablieren, um die Höfe aufzuwerten. Dazu ist die Errichtung einer Tiefgarage vorgesehen. Auch hier will man die Stabilisierung des Wohnquartiers mit Grünbereichen erzielen - eine Maßnahme, die sich durch den gesamten Entwurf wie ein roter (bzw. in diesem Falle „grüner" Faden) zieht. Auch diese gelungene Umsetzung hat letztlich entscheidend zum 1. Preis beigetragen, wenngleich der Quartiersplatz noch großzügiger gestaltet werden soll. Ein entscheidender Vorteil für die Bewohner liegt auch darin, dass der Entwurf nicht in einem Zuge, sondern sozialverträglich in einzelnen Abschnitten umgesetzt werden soll.

Beim 2. Preisträger dreht sich ebenfalls alles um den Konfliktabbau im Wohnquartier. Die Arbeit des Büros Albert Dischinger und Gudrun Zierer (München) mit den Landschafts-architekten Kröninger, Rümpelein und Wenk (Büro ver.de) möchte vor allem die verschiedenen Funktionen einzelner Wohnbereiche stärker herausheben. Auf zwei Wohnformen legt man besondere Konzentration: die Wohnstraße zur Förderung der sozialen Kontrolle und der Wohnhof, der durch die spezielle Anordnung der Gebäude zum Konfliktabbau beitragen soll. Es handelt sich hierbei um ein Modell aus der Industrialisierung und hat sich in ähnlichen Projekten bereits mehrfach bewährt.
Was das weitere Vorgehen anbelangt, werden die Ergebnisse demnächst im Stadtrat vorgestellt. „Wir werden den Stadträten vorschlagen, den Siegerentwurf weiter zu verfolgen", versicherte Kornacher. Wenn der Stadtratsbeschluss steht, müssen die Bedingungen der Umsetzung in einem städtebaulichen Vertrag mit der Oberbayerischen Heimstätte festgelegt werden. Erst dann geht es an die Ausarbeitung des Bebauungsplans. Der zeitliche Rahmen für die Baumaßnahmen sei noch vollkommen unklar, räumte OHS-Geschäftsführerin Haar ein. Sicher sei jedoch, dass die Wohnungen in absehbarer Zeit noch nicht geräumt werden müssen.
Bürgermeister Kellerer dankte abschließend allen Beteiligten für ihr großes Engagement und bekräftigte nochmals sein volles Vertrauen, das er der Oberbayerischen Heimstätte für die weitere Betreuung des Projekts entgegenbringt.
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