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 Staatskanzleichef Thomas Kreuzer beim Eintrag in das Goldene Buch der Stadt im Beisein von Dr. Thomas Goppel, MdL, Landrat Thomas Karmasin, Regierungspräsident Christoph Hillenbrand und OB Sepp Kellerer (v.l.) (Foto: Dieter Metzler)
Die Bayerische Staatsregierung sichert der Stadt Fürstenfeldbruck Unterstützung bei der Entwicklung von Strategien und Planungen zur Folgenutzung des Fliegerhorst-Areals zu. Dies machten am 16. November 2011 Staatskanzleichef Thomas Kreuzer, Regierungspräsident Christoph Hillenbrand und Dr. Thomas Goppel, MdL in einem Gespräch mit OB Sepp Kellerer, Landrat Thomas Karmasin und Stadtbaurat Martin Kornacher deutlich. Kreuzer ist als Leiter der bayerischen Staatskanzlei auch für Angelegenheiten der Bundeswehr in Bayern zuständig.
Die Unterstützung soll vor allem Finanzhilfen, Beratungen bei Planungen und Wirtschaftsfördermaßnahmen umfassen. Kreuzer betonte, dass dem Bund bei der Hilfe der von Standortschließungen betroffenen Kommunen eine besondere Verpflichtung zukomme. Der Bund müsse eigene finanzielle Förderprogramme auflegen, die speziell für die Nachnutzung geschlossener Militärstandorte bestimmt seien.
In Fürstenfeldbruck sollen zunächst verschiedene Arbeitsgruppen einzelne Teilbereiche der Konversion beraten. Dabei ist es wichtig zu klären, zu welchen Konditionen die Grundstücke vom Bund bzw. von der BIMA, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, abgegeben werden. Eine große Herausforderung bei künftigen Planungen könnten zudem etwaige Altlasten und Denkmalschutzauflagen sein. Zur gemeindeübergreifenden Abstimmung hat bereits ein erstes Treffen mit den betroffenen Nachbarkommunen Emmering, Olching und Maisach stattgefunden. Im März 2012 möchte das Bundesverteidigungsministerium dann nähere Einzelheiten zu den Abzugsplänen bekanntgeben. OB Sepp Kellerer stellte klar, dass für die Stadt ein verlässlicher Zeitplan des Abzugs notwendig sei, um vernünftig planen zu können. Zudem benötige die Stadt personelle und finanzielle Unterstützung.
Es gelte, eine Fläche von 178 Hektar – ein Umfang von 190 Fußballfeldern – zu überplanen. Dies sei eine gewaltige Anstrengung, berge aber auch große Chancen, so Kellerer. Denkbar für eine Folgenutzung ist die Ansiedelung von Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Wohnungen. Aber auch die Übernahme der Sportanlagen durch die Stadt könnte realisierbar sein. „Es gibt bereits Interessenten“, verkündete Kellerer. „Deshalb brauchen wir dann ab März ein verlässliches Zeitfenster, wann eventuell Teile der genutzten Fläche oder Gebäude frei werden.“
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