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Foto: Norbert Lorenz / PIXELIO
Energiesparen und Klimaschutz sind prägende Themen unserer Zeit. Vielfach wird überlegt, mit welchen Maßnahmen man den Verbrauch von Energie entgegensteuern kann. Dabei richten sich viele Beratungs- und Förderangebote an die privaten Haushalte, da dort ein Großteil des Energieeinsatzes vermeidbar ist. Doch nicht nur in den Haushalten gibt es noch ungenutzte Potentiale zur Energieeinsparung, sondern auch bei einer Vielzahl von Unternehmen.
In Fürstenfeldbruck werden jährlich etwa 270.000 MWh Energie im gewerblichen Bereich verbraucht, was einem Anteil von ca. 30 % am gesamten Energieverbrauch entspricht, wobei kleinere Gewerbeeinheiten noch nicht einmal eingerechnet sind. Gerade Industrie- und Gewerbebetriebe arbeiten oft mit energieintensiven Techniken und Verfahren und bieten dadurch häufig noch große ungenutzte Einsparpotentiale.
Dies ist in den zurzeit wirtschaftlich schweren Zeiten besonders interessant, da dadurch die Unternehmen natürlich auch ihre Kosten reduzieren können. Energetisch optimierte Betriebe besitzen darüber hinaus gegenüber ihren direkten Konkurrenten oftmals einen Wettbewerbsvorteil, da sie geringere Betriebs- und Herstellungskosten haben und diesen Preisvorteil an ihre Kunden weitergeben können. Zudem kann ein energieoptimierter Betrieb natürlich auch mit seiner klimaschützenden Betriebsweise werben und so Image sowie Kundenakzeptanz verbessern.
Potentiale zur Effizienzsteigerung bieten beispielsweise Pumpen, diverse Maschinen und Motoren, Kälteanlagen, Druckluftanlagen, Beleuchtung oder auch Klimatisierungs- und Lüftungsanlagen. Es hat sich bei diversen Maßnahmen in der Praxis gezeigt, dass durch technische Verbesserungen Energieeinsparungen bis zu 50 % möglich sind und bei den Investitionen Amortisationszeiten von unter 2 Jahren erreicht werden können. Daneben sind natürlich Dämmaßnahmen an der Gebäudehülle und die Optimierung der Raumheizung auch bei gewerblich genutzten Objekten sinnvoll.
Beratung und Förderprogramme Von der Kreditanstalt für Wiederaufbau werden für Unternehmen und Freiberufler zinsgünstige Kredite für Investitionen in energieeffiziente Techniken über das ERP-Programm für Umweltschutz- und Energieeffizienzmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Für die Förderung der Energieeinsparung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wurde zusätzlich der so genannte „Sonderfond Energieeffizienz in KMU“, einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und der KfW zur Erschließung von Energieeffizienzpotentialen in KMU, eingerichtet.
Im Rahmen des Sonderfonds wird einerseits die Durchführung von Energieeffizienz-Beratungen (Initial- und Detailberatungen) gefördert. Bei Initialberatungen erhalten Unternehmen für die eintägige Beratung einen Zuschuss in Höhe von 80 % des vereinbarten Tageshonorars, maximal 640,- €. pro Tag, bei einer Bemessungsgrundlage von maximal 1.600 €.
Bei Detailberatungen erhalten Unternehmen für die Beratung einen Zuschuss in Höhe von 60 % des förderfähigen Tageshonorars, maximal 480,- € pro Tag, bei einer Bemessungsgrundlage von maximal 8.000,- €. Ansprechpartner für die Energieeffizienzberatungen in der Region sind die Handwerkskammer für München und Oberbayern sowie die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern.
Andererseits werden über den Sonderfond die Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen in Maßnahmen zur Energieeinsparung mit besonders vergünstigten Krediten mitfinanziert. Informationen zur Förderung von Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen bekommen Unternehmen bei der Sparkasse Fürstenfeldbruck oder ihrer Hausbank.
Speziell für Gewerbe- und Industriebetriebe, die Pumpen einsetzen, bietet die Deutsche Energie-Agentur (dena) im Rahmen der Initiative EnergieEffizienz kostenlose Vor-Ort-Beratungen zu energieeffizienten Pumpensystemen an, wobei besonders kleine und mittelständische Unternehmen zur Teilnahme aufgerufen sind. Bewerben können sich die Unternehmen direkt im Internet auf:www.industrie-energieeffizienz.de
Informationen:Umfangreiche Informationen zum Thema Energieeffizienz erhalten Gewerbetreibende über das Infozentrum UmweltWirtschaft des Bayerischen Landesamt für Umwelt. Hier werden Leitfäden zum Energiesparen - unterteilt nach verschiedenen Branchen - zum Download angeboten. ( /www.izu.bayern.de/service/leitfaeden.php) In Sachen Stromverbrauch stehen die Stadtwerke Fürstenfeldbruck GmbH als örtlicher Versorger ihren gewerblichen Kunden gerne beratend zur Seite. Weitere Auskünfte erteilt auch die Klimaschutzbeauftragte der Stadtwerke und der Stadt, Dr. Ulrike Strauch, (Tel. 08141/281- 401-117).
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