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Stadt erstellt Aktionsplan für nachhaltige Energie
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Die Stadt Fürstenfeldbruck ist seit 2010 Mitglied beim Konvent der Bürgermeister



Stadt und Stadtwerke Fürstenfeldbruck messen dem Umwelt- und Klimaschutz große Bedeutung zu. Gemeinsam möchten sie die Bürgerinnen und Bürger für die Einsparung und effizientere Nutzung von Energie und Ressourcen sensibilisieren. Damit es nicht bei bloßen Absichtserklärungen bleibt, hat sich die Stadt konkrete Ziele gesteckt. Diese sind durch die Mitgliedschaft in verschiedenen Allianzen wie z.B. dem europaweiten Konvent der Bürgermeister verbindlich festgeschrieben. Demnach hat sich die Stadt verpflichtet, bis zum Jahr 2020 die Energieeffizienz um mehr als 20% zu steigern und den Anteil an erneuerbaren und regenerativen Energien auf mehr als 20% gegenüber 1990 auszubauen. Ohne das Engagement eines jeden einzelnen werden diese Ziele jedoch nicht realisierbar sein.



Stadtverwaltung möchte beim Energiesparen mit gutem Beispiel vorangehen



Die Stadtverwaltung Fürstenfeldbruck beabsichtigt, in ihren
Arbeitsbereichen im Rahmen des Aktionsplans für nachhaltige
Energie aktiv CO2-Emissionen zu reduzieren


Ein Schwerpunkt im Rahmen der Mitgliedschaft im Konvent der Bürgermeister ist die Erstellung eines individuellen Aktionsplans für nachhaltige Energie (APNE, Sustainable Energy Action Plan, SEAP) für Fürstenfeldbruck. Dazu fand kürzlich eine interne Auftaktveranstaltung mit relevanten Abteilungen der Stadtverwaltung statt: Unter Leitung von OB Sepp Kellerer und der Klimaschutz- und Energiebeauftragten Dr. Ulrike Strauch wurde diskutiert, welche Maßnahmen z.B. in der Stadtverwaltung selbst, im Verkehrssektor und bei den kommunalen Liegenschaften greifen könnten. Eine wichtige Voraussetzung ist jedoch zunächst, die Betroffenen auf die Notwendigkeit der Energiesparziele aufmerksam gemacht werden.

Beispiele sind die Sensibilisierung der Mitarbeiter der Stadtverwaltung für Energiesparmaß-
nahmen oder die Wahl umweltfreundlicher Produkte bei der Beschaffung von Büro- und Arbeitsmaterialien. Dies bezieht sich nicht nur auf die Qualität des Materials sondern auch auf die Herstellung in der Region. Damit lassen sich lange Transportwege vermeiden. Außerdem könnte eine spezielle Energieerziehung ab dem Kindergarten den Energiespargedanken bereits bei Kleinkindern verankern.



Stadtplanung und städtisches Immobilienmanagement sind am stärksten gefordert


Etwas komplexer sieht es bei der Stadtplanung und beim Unterhalt städtischer Gebäude aus. Hier liegen die Handlungsfelder mit dem größten Potenzial. So ist z.B. zu überlegen, ob künftig Neubaugebiete mit Niedrigenergie- oder Passivhausstandard oder mit Fernwärmeanschluss ausgewiesen werden. Eine besondere Rolle kommt der Verkehrsplanung zu.

Da in Fürstenfeldbruck der motorisierte Verkehr rund ein Drittel aller CO2-Emissionen verursacht, ist eine Reduzierung unausweichlich. Die Stadtplanung ist gefordert, Voraussetzungen für eine Erhöhung des Radverkehrs und des ÖPNVs zu schaffen. Derzeit ist es politisches Ziel der Stadt, bis zum Jahr 2020 den Anteil des Radverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen auf 20% zu anzuheben.

Auch der städtische Fuhrpark kann durch die vermehrte Ausstattung mit Elektro- oder Erdgasfahrzeugen zur Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen. Entsprechende Initiativen sind bereits eingeleitet.

Was den stadteigenen Gebäudebestand anbelangt, wurde ein Gesamtsanierungskonzept für alle städtischen Gebäude gefordert. Dieses sollte klare und übergreifende Energiesparziele beinhalten. Hier spielt auch die Wahl von umweltfreundlichen Baustoffen eine Rolle. Gefördert werden sollte die Verwendung von Materialien, die die CO2-Bilanz verbessern.

Mit den Klimaschutzprojekten steht die Stadt jedoch nicht mehr am Anfang. Wie sich im Laufe des Workshops herausstellte, werden bereits seit den 1990er Jahren in der Stadtverwaltung energiesparende und klimafreundliche Maßnahmen umgesetzt. Auch die Stadtwerke Fürstenfeldbruck GmbH als 100%-ige Tochter der Stadt initiierte eine Reihe von Klimaschutzmaßnahmen. Es gilt nun in einem nächsten Schritt zu quantifizieren, um wie viel die CO2-Emissionen seit 1990 im Stadtgebiet bereits durch diese Maßnahmen reduziert wurden.

Anschließend gilt es, weitere Maßnahmen zu identifizieren und im Aktionsplan für nachhaltige Energie verbindlich festzulegen. Die Diskussion ließ momentan offen, wie sich diese Bestrebungen auf die Organisationsstruktur der Stadtverwaltung und eventuell einen zusätzlich notwendigen Personalbedarf auswirken. Diese Themen sollen im weiteren Prozess der Erstellung des Aktionsplans für nachhaltige Energie vertieft werden.



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