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 | |  | Luzienhäuschenschwimmen 2011: Traditioneller Brucker Brauch zieht tausende Zuschauer an |  |
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Fotostrecke: Luzienhäuschenschwimmen 2011
Seit Jahrhunderten wird der in ganz Bayern einzigartige Brauch des Luzienhäuschenschwimmens in Fürstenfeldbruck gepflegt. Voller Stolz, Erwartung und Spannung fiebern rund 200 Schulkinder der vierten Klassen der Grundschulen am Niederbronnerweg und an der Philipp-Weiß-Straße jährlich dem 13. Dezember entgegen – dem Tag der heiligen Luzia. Der Brauch soll vor Hochwasser schützen, das es in Fürstenfeldbruck immer wieder gegeben hat.
Die Jugendlichen basteln in den Wochen zuvor mit großer Hingabe Nachbildungen Fürstenfeldbrucker Häuser und Kirchen. Diese werden dann mit einer brennenden Kerze im Inneren von der Wasserwacht auf der Amper zum Schwimmen gebracht.
Neben den vielen kleinen Häuschen fielen dieses Mal ein rund ein Meter hoher Obelisk sowie eine große Villa im italienischen Stil auf, die so schwer war, dass sie auf einem Handwagen transportiert werden musste. Erstmals beteiligte sich auch eine Konfirmandengruppe der Erlöserkirche.
Zuvor würdigte Diakon Dr. Peter Artmann in einer Andacht die heilige Luzia als Lichtbringerin. Gemeinsam wurden das Advents- und das Luzialied gesungen, dem Evangelium vom Licht der Welt gelauscht und Fürbitten gesprochen. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Posaunenchor der Erlöserkirche. Danach empfingen die Häuschen den Segen und die Kerzen wurden entzündet.
Mehrere tausend Zuschauer fanden sich auf dem Leonhardsplatz, der Amperbrücke und vor der ehemaligen Rossschwemme am Amperufer ein, um die besten Ausblicke auf die schwimmenden Kunstwerke zu ergattern. Die Zahl der Teilnehmer war heuer besonders groß, da die Temperaturen noch relativ mild waren. Dies zeigte sich auch am deutlich gestiegenen Glühweinkonsum an den Ständen der Wasserwacht, der das begehrte Getränk bereits vorschnell versiegen ließ.
Der Brauch des Luzienhäuschenschwimmens in Fürstenfeldbruck ist bereits sehr alt und spiegelt das seit Jahrhunderten bestehende Schutzbedürfnis vor Hochwasser wider. Noch aus den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts gibt es Aufnahmen vom überfluteten Leonhardsplatz, der nur mit Hilfe von Stegen überquert werden konnte.
Schon im 18. Jahrhundert hatten die Brucker Schulkinder während eines Hochwassers am Festtag der heiligen Luzia, als das Wasser seinen höchsten Punkt erreicht hatte, mit Kerzen beleuchtete Nachbildungen der Brucker Häuser in die Amper gesetzt. Das Wasser ging zurück und zum Dank dafür wurde dieses Zeichen nun Jahr für Jahr wiederholt. Irgendwann ist der Brauch dann eingeschlafen und wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Brucker Lehrer Georg Kachelriß wieder belebt.
Das Luzienhäuschenschwimmen findet wegen seiner Einzigartigkeit immer wieder überregionale Beachtung. Diesmal wurde die Veranstaltung auch von dem in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausstrahlenden Fernsehsender Servus TV begleitet. Außerdem berichtete der Radiosender Bayern 1
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