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 | |  | Jürgen Koller leitet die neue Stabsstelle Controlling, Wirtschaftsförderung |  |
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Fürstenfeldbruck steht in vielen Statistiken vergleichsweise gut dar, vor allem bei der Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze. Daran möchten OB Sepp Kellerer (li.) und Jürgen Koller festhalten.
Seit Januar dieses Jahres leitet Jürgen Koller die neu geschaffene Stabstelle „Controlling, Wirtschaftsförderung“ im Fürstenfeldbrucker Rathaus. Damit sind zentrale Aufgabenfelder wie z.B. Prozessoptimierung, Steuerungsunterstützung, Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing und Tourismus direkt als Chefsache organisiert und erhalten eine nochmalige Aufwertung in ihrer Bedeutung. Der 43-jährige gelernte Verwaltungsbeamte möchte dabei an die bewährte Arbeit seiner Vorgänger, Herbert Mayer und Daniel Gromotka, anknüpfen, gleichzeitig aber auch eigene Akzente setzen. Im Rahmen eines Pressegesprächs stellten OB Sepp Kellerer und Jürgen Koller heute die wesentlichen Aufgabenbereiche vor.
Kontakte vertiefen Ein großes Anliegen Kollers liegt vor allem in der Vertiefung der Kontakte zu den ortsansässigen Unternehmen und Betrieben sowie einschlägigen Interessengruppen und Verbänden. Ziel sei es, aus nächster Nähe die Bedürfnisse und Pläne dieser Gruppen zu erfahren und mit den Zielen der Stadt abzustimmen, Kooperationen auszuloten und gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen, die für möglichst viele Unternehmen und Gewerbetreibende dienlich sind. In diesem Zusammenhang möchte Koller auch die Fürstenfeldbrucker Standortqualitäten – z.B. die gute Verkehrsanbindung an die A8, A96, B2 und B471, der ausgewogene Branchenmix, die zahlreichen weichen Standortfaktoren in den Bereichen Kultur und Naherholung – noch stärker herausheben.

Arbeitsplätze vor Ort ausbauen Langfristiges Ziel seines Engagements sei die Erhöhung der Wertschöpfung vor Ort, versicherte Koller. Dafür seien die Steigerung der Einkommensteuer- und Gewerbesteueranteile unabdingbar. Die Ansiedlung neuer Betriebe im Rahmen der verfügbaren Flächen und die Schaffung von qualifizierten und sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen habe auch weiterhin hohe Priorität. „Dank der guten Entwicklung der letzten drei Jahre konnten wir rund 2500 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze schaffen und somit den Anteil der Einpendler im Vergleich zu den Auspendlern deutlich erhöhen“, bekräftigte OB Sepp Kellerer. „Daran möchten wir anknüpfen.“

Flexible Lösungen anbieten In der nächsten Zeit stünden jedoch zunächst die Verbesserung der Breitbandverbindungen und der Ausbau eines Leerstandsmanagements an. Leider komme es momentan immer noch vor, dass einige Unternehmen bei der Bereitstellung von Breitband-Internetverbindungen unterversorgt seien. Damit die Unternehmen optimale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Arbeiten in Fürstenfeldbruck vorfänden, ist Koller an einer raschen Schließung der Versorgungslücken gelegen. Ebenso soll ein Leerstandsmanagement ausgebaut werden, das alle leerstehenden Büro- und Gewerberäumlichkeiten quantitativ erfasst. Daraus sollen dann ein Konzept erarbeitet und spezifische Lösungsansätze abgeleitet werden. Der Austausch mit dem Gewerbeverband und der Stadtmarketing-Gruppe sei Koller hierbei besonders wichtig, um Informationen aus erster Hand zu erhalten.

Fürstenfeldbruck noch besser für Tagestouristen erschließen Außerdem ist geplant, die bislang eingeleiteten Schritte zum Ausbau des Tourismus in Fürstenfeldbruck fortzuführen und aktiv neue Zielgruppen zu bewerben. Laut Koller müsse die Stadt noch stärker auf geeignete Zielgruppen zugehen und passende Angebote entwickeln. Denkbar wären z.B. Familien, Senioren oder ein kulturell und gastronomisch interessiertes Publikum, also überwiegend Tagestouristen. Für diese Zielgruppen gelte es, die Öffentlichkeitsarbeit noch stärker auszubauen, das heiße z. B. das Medien- und Informationsangebot zu erweitern. Die geplante Einführung eines stringenten Erscheinungsbildes nach außen werde wertvolle Dienste leisten, wenn es darum geht, Fürstenfeldbruck auch im Umfeld überregionaler Wettbewerber stärker bekannt zu machen und prägnanter darzustellen.

Beraten und Steuern In Wirtschaftsunternehmen ist es längst etabliert, in den öffentlichen Verwaltungen fasst es zunehmend Fuß, weil die Arbeitszusammenhänge und Problemlagen immer komplexer werden. Unter Controlling versteht Jürgen Koller vor allem das gemeinsame Beraten, Steuern und Entschärfen von Problemen bereits im Vorfeld ihres Entstehens. Das Ziel dabei sei, Arbeitsabläufe und Kostenstrukturen noch effizienter zu gestalten.
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