|
 | |  | Stadt Fürstenfeldbruck erhält bayerischen Qualitätspreis 2009 |  |
| |
 |
|
|
 |
 |
 Wirtschafts- und Bürgerfreundlichkeit wird in Fürstenfeldbruck groß geschrieben. Als Anerkennung dafür überreichte Wirtschaftsstaatsekretärin Katja Hessel (2.v.l.) OB Sepp Kellerer (2.v.r.) und seiner Delegation den bayerischen Qualitätspreis 2009 (Foto: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie)

Wirtschafts- und Bürgerfreundlichkeit ist im Rathaus Chefsache
Qualität hat einen Namen – dieser Slogan steht seit dem 17. März wieder für neun bayerische Unternehmen und drei Kommunen, für die das Qualitätsbewusstsein eine besondere Bedeutung trägt. An diesem Tag wurde in feierlichem Rahmen in der Münchener Residenz der bayerische Qualitätspreis 2009 verliehen. In der Kategorie „wirtschaftsfreundliche Gemeinde“ punktete die Stadt Fürstenfeldbruck und erhielt erstmals die hochkarätige Auszeichnung. Neben Fürstenfeldbruck konnten sich in dieser Kategorie auch die Stadt Kaufbeuren und die Stadt Teuschnitz in Oberfranken gegen rund ein Dutzend Mitbewerber durchsetzen. Mit großer Freude und Dankbarkeit nahmen OB Sepp Kellerer, Franz Höfelsauer (Referent für Mittelstand/Gewerbe) sowie Wirtschaftsförderer Daniel Gromotka den Preis aus den Händen der bayerischen Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel entgegen.
Qualitätsbewusstsein wird immer wichtiger
Der bayerische Qualitätspreis wurde im Jahre 1993 durch den damaligen Wirtschaftsminister Dr. Otto Wiesheu ins Leben gerufen und gilt als erste nationale Auszeichnung dieser Art in Deutschland. Ziel ist es, bayerische Unternehmen, die auf dem Gebiet unternehmensweiter Qualitätssicherungskonzepte mit innovativen Lösungen vorangehen, zu würdigen. Seit 1998 wird der Preis auch an bayerische Gemeinden verliehen, die durch konsequente Verfolgung des Qualitätsgedankens optimale wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen schaffen.
Gleichzeitig soll das Bewusstsein für Qualität in der Wirtschaft, in Gemeinden und in der Öffentlichkeit verstärkt in die Diskussion eingebracht werden. Qualität gilt heute bereits als wichtiger Wettbewerbsfaktor für den Wirtschaftsststandort Bayern, dessen Bedeutung ständig wächst. Dies gilt nicht nur für die Wirtschaft, sondern zunehmend auch für Kommunen, da sich diese heute steigender Konkurrenz um attraktive Unternehmen, qualifizierte Arbeitskräfte und somit auch um Neubürger stellen müssen.
Überzeugend in allen Kriterien
In einem umfangreichen Bewerbungsbogen wurden Erläuterungen und ergänzende Anlagen zur Art und Vielfalt von Angeboten und Projekten aus den Bereichen „Qualität der Organisation“, „Bürgernähe und Wirtschaftsförderung“, „Standortbedingungen“ sowie „Einzelaktionen und Projekte“ gefordert. Außerdem mussten Aussagen zur Zentralität unserer Stadt hinsichtlich Bildung, überregionaler Verwaltungseinrichtungen sowie dem Kultur- und Freizeitangebot getroffen werden.
Laut Jury waren die Darlegungen in allen Punkten überzeugend und sehr ausführlich. Besonders haben die Aktivitäten im Bereich „Bürgernähe und Wirtschaftsförderung“ beeindruckt. Das breite Angebot an städtischen Informationsmedien, die wirtschafts- und bürgernahe Kommunikation sowie das effiziente Beschwerdemanagement wurden als richtungsweisend eingestuft. So sind hier beispielsweise regelmäßige Bürgersprechstunden des Oberbürgermeisters, eine einheitliche Telefon-Hotline, eine Kontaktmaske auf der städtischen Homepage, Bürgerinformationsveranstaltungen oder regelmäßige Firmenbesuche durch den Oberbürgermeister und den Wirtschaftsförderer zu nennen.
Wirtschaftsfreundlichkeit sticht besonders hervor
Wirtschaftsfreundliche Aktivitäten unterstützt Fürstenfeldbruck schon seit Jahren. Die Wirtschaftsförderung ist im Rathaus als Chefsache angesiedelt und versteht sich als Lotse durch die Verwaltung. Investoren, Existenzgründer und ansässige Unternehmer finden bei der städtischen Wirtschaftsförderung immer ein offenes Ohr für sämtliche Belange. Gerade jetzt in der Krise ist es für uns wichtig, die lokalen Unternehmen zu unterstützen. Dies gelingt uns durch die regelmäßige Kontaktpflege auf unserem jährlichen Wirtschaftsempfang, auf Unternehmensbesuchen und durch das allzeit offene Ohr. Dadurch entstehe gelebte Standortfreundlichkeit, die die Unternehmer zu schätzen wissen, lobte Jury-Mitglied und IHK-Vizepräsident Michael N. Rosenheimer.
Dass dieses Engagement Früchte trägt, äußert sich beispielsweise in den zahlreichen Ansiedelungen von hochspezialisierten Unternehmen in den letzten drei Jahren. So konnten in Fürstenfeldbruck gegen den allgemeinen Trend mehr als 2000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen werden. Diese Entwicklung reißt auch künftig nicht ab. Mit der Ansiedelung der STANGL Semiconductor Equipment AG entstehen beispielsweise noch in diesem Jahr weitere 450 Arbeitsplätze.
Aber auch das überregional ausstrahlende kulturelle Engagement als weicher Standortvorteil habe zur Verleihung des Preises beigetragen, hob Staatssekretärin Katja Hessel in ihrer Laudatio hervor. Neben den vielfältigen Angeboten des Veranstaltungsforums Fürstenfeld, das jährlich etwa 350.000 Besucher anziehe, werde das kulturelle Geschehen in Fürstenfeldbruck von zwei weiteren Kleinoden maßgeblich geprägt, dem Stadtmuseum und der Stadtbibliothek.
Aktiv vernetzt
Nicht zuletzt waren auch die zahlreichen Einzelprojekte und Aktionen, in die die Stadt Fürstenfeldbruck verwoben ist, ausschlaggebend. In diesen Projekten können die Bürger durch ihre aktive Mitwirkung und Beteiligung auf soziale und bauliche Gegebenheiten positiv Einfluss nehmen. Hier ist z. B. das Modellvorhaben „lebenfindetinnenstadt“ zu nennen, für das die Stadt Fürstenfeldbruck als einzige oberbayerische Kommune ausgewählt wurde. Mit Hilfe von Städtebaufördermitteln soll die Fürstenfeldbrucker Innenstadt aufgewertet und attraktiver gestaltet werden. Ferner fällt auch das Projekt „Soziale Stadt“ ins Gewicht, das die städtebauliche und soziale Situation in einem Wohnquartier aus den 1950er und 1960er Jahren verbessert. Mit der Einrichtung der neuen Bildungsagentur Fürstenfeld greift die Stadt Fürstenfeldbruck zwei Schlüsselthemen unserer Zeit auf: Bildung und Vernetzung. Einerseits soll die betriebliche Ausbildung und Weiterbildung aktiv gefördert werden, andererseits möchte man die Kontakte zwischen Schulen, Verwaltung und Wirtschaft ausbauen, um die Bedürfnisse der Arbeitswelt stärker mit den Inhalten der Lehrpläne abzustimmen. (Florian Illing)
zurück zur Übersicht
|  |
|
|